LH Niessl überrascht Bischof Zsifkovics mit höchster Auszeichnung des Burgenlandes

Rom, 18. 1. 2019

Landeshauptmann Hans Niessl überreichte im Rahmen des am gestrigen Donnerstag nach einer Papstaudienz stattgefundenen Gottesdienstes in der römischen Kirche Santa Maria dell’Anima Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die höchste Auszeichnung des Landes Burgenland, das Komturkreuz – „Die Zeit mit Dir ist eine gute Zeit für das Land und für die Menschen“, so der Landeshauptmann, der sich auch für das persönliche Gespräch mit Papst Franziskus herzlich bedankte.

kirche

„Ich möchte Dir ganz herzlich für die enge und gute Zusammenarbeit während der letzten 18 Jahre meiner Tätigkeit als Landeshauptmann danken. Diese Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche ist eine ganz ausgezeichnete und das liegt ganz wesentlich auch an Deinem Engagement“: Mit diesen, an Bischof Zsifkovics gerichteten Worten eröffnete Landeshauptmann Hans Niessl völlig überraschend eine Dankesrede im Rahmen des Gottesdienstes am gestrigen Donnerstag in der römischen Kirche Santa Maria dell’Anima. Der Landeshauptmann und sein Team nahmen zuvor gemeinsam mit Bischof Zsifkovics an einer Audienz bei Papst Franziskus teil. Am Ende seiner Laudatio überreichte der Landeshauptmann Bischof Zsifkovics das Komturkreuz, die höchste Auszeichnung des Landes Burgenland.

Niessl zu Zsifkovics: „Beeindruckendes Engagement und Authentizität“
„Das Engagement unseres Bischofs in so vielen Bereichen ist wirklich beeindruckend. Gerade wenn es um soziale Fragen, etwa zur Pflege älterer Menschen, geht, oder im Schulsystem, wo die Kirche im Burgenland eine Vorreiterrolle einnimmt, wenn es darum geht, jungen Menschen die beste Bildung zu ermöglichen. Auch Dein Bemühen um die Jugend ist inspirierend und vorbildhaft“, so Landeshauptmann Niessl in seiner Laudatio für den Diözesanbischof. Vor allem sei er eine Persönlichkeit, die den Glauben „authentisch lebt und genau deshalb von so vielen Menschen Anerkennung und Wertschätzung erhält“, so der Landeshauptmann. Niessl charakterisierte Bischof Zsifkovics vor allem als jemandem, der immer das Gespräch suche und dabei das „Miteinander und das Gemeinsame vor das Trennende stellt“

Einsatz für Volksgruppen, Minderheiten, Ökumene
Niessl hob die bedeutende Rolle der katholischen Kirche und von Bischof Zsifkovics im Burgenland hervor, etwa wenn es um Bereiche wie die Förderung von Mehrsprachigkeit, das Miteinander der Volksgruppen und der unterschiedlichen Kirchen, Konfessionen und Glaubensgemeinschaften geht. Er wünsche sich, dass der gut funktionierende Dialog mit der Kirche seine Fortsetzung finden wird. „In zwei Jahren wird das Burgenland sein 100-Jahr-Jubiläum feiern. Und unter den vielen wichtigen Persönlichkeiten, die das Land geprägt haben, waren und sind auch zahlreiche kirchliche Würdenträger. Du, lieber Bischof, gehörst zu diesen Persönlichkeiten, weil Du mit Deinem Engagement zur positiven Entwicklung des Landes beigetragen hast“, würdigte der Landeshauptmann Bischof Zsifkovics.

Segen für Niessl und Nachfolger Doskozil
Ein völlig überraschter und sichtlich gerührter Bischof Zsifkovics nahm die Auszeichnung am geliebten Ort seiner Studien- und Kaplansjahre, der auch über Eisenstadts Vorgängerbischöfe Stefan László und Paul Iby eng mit dem Burgenland verbunden ist, mit spürbarer Freude entgegen. Er dankte Landeshauptmann Niessl und seinem Team für 18 Jahre wertvollen Dienstes am Land Burgenland und seinen Menschen. Zsifkovics zum Abschluss wörtlich: „Ich danke Dir für alles, lieber Herr Landeshauptmann! Es hat in den 8 Jahren meiner Amtszeit wohl nur selten einen Pfarrer oder Geistlichen gegeben, der bei großen kirchlichen Festen so oft an meiner Seite gewesen wäre wie Du. An Gottes Segen ist alles gelegen. Und diesen Segen erbitte ich heute für Dich und Deine kommende Lebensphase, aber auch für Deinen Nachfolger und für unsere burgenländische und österreichische Heimat.“

 

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