SPÖ präsentiert neues Regierungsmitglied

Eisenstadt, 14. 1. 2018

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Mag. Daniela Winkler

FPÖ sagt Daniela Winkler Unterstützung zu

Die SPÖ-Burgenland hat heute Mag. (FH) Daniela Winkler als neues Regierungsmitglied präsentiert. In der Landtagssitzung am 28. Februar soll sie zur Landesrätin gewählt werden. Die 38-jährige Unternehmensberaterin aus Frauenkirchen wird dabei auch die Stimmen des Koalitionspartners FPÖ erhalten.

Die beiden Regierungsmitglieder der Freiheitlichen, LH-Stv. Johann Tschürtz und LR MMag. Alexander Petschnig, freuen sich auf die Zusammenarbeit: „Wir gratulieren Daniela Winkler zur Nominierung und wünschen ihr für ihre neue Aufgabe alles, alles Gute. Auf Grundlage des Koalitionsabkommens freuen wir uns auf die Zusammenarbeit bis zur Wahl im Mai 2020.“

Ähnlich äußern sich die Spitzen des Landtagsklubs, Klubobmann Géza Molnár und die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö, die bestätigen: „Wie vereinbart wird Daniela Winkler am 28. Februar die Stimmen unserer Abgeordneten erhalten. Mit den SPÖ-Regierungsmitgliedern hat es stets ein gedeihliches Miteinander gegeben – so soll‘s auch mit der neuen Kollegin sein.“


Petrik: „Bildungsinstitutionen politisch nicht auseinanderdividieren“

Die GRÜNEN sehen die neue Ressortverteilung, die anlässlich der Vorstellung der designierten Landesrätin Daniela Winkler verlautbart wurde, kritisch. Winkler soll die Ressorts Jugend und Familie übernehmen und außerdem für die Fachhochschulen und Kindergärten zuständig sein. Landessprecherin Regina Petrik sieht in der Aufteilung der Bildungsinstitutionen in verschiedene politische Zuständigkeiten einen bildungspolitischen Rückschritt: „Endlich waren wir im Burgenland so weit, dass der Kindergarten als Bildungsinstitution in einem Ressort mit der politischen Zuständigkeit für Schulen ernstgenommen wurde. Nun findet eine inhaltliche Verschiebung statt. Es ist zu befürchten, dass der Kindergarten wieder mehr als Betreuungsinstitution zur Familienergänzung verstanden wird und der Auftrag als Bildungseinrichtung in den Hintergrund geschoben wird.“ Für Petrik ist die neuerliche Zersplitterung des Bildungssektors ein Rückschritt. Dies gilt sowohl für die Kindergärten und Kinderkrippen als auch für die Fachhochschule. „Moderne Bildungpolitik versteht Bildung als einen lebenslangen Prozess, dessen einzelne Phasen aufeinander bezogen sind. Fragen des Übergangs, gerade zwischen Kindergarten und Schule, werden immer bedeutsamer. Daher sollten die verschiedenen Bildungsphasen auch politisch nicht auseinanderdividiert werden.“


Petrik: „Kindergarten muss Stellenwert als Bildungsinstitution behalten.“

Entgegen der ersten Meldungen des ORF Burgenland, wonach die designierte Landesrätin Daniela Winkler nur Kindergarten- und Fachhochschulagenden von LH Niessl übernimmt, wurde nun verlautbart, dass das gesamte Bildungsressort in einer Hand bleibt. Regina Petrik: „Ich bin beruhigt, dass entgegen erster Meldungen der gesamte Bildungsbereich politisch in einer Zuständigkeit bleibt. Gerade der Kindergartenbereich läuft so schnell Gefahr, nicht als Bildungs-, sondern ausschließlich als Betreuungsinstitition gesehen zu werden. Der hohe Wert des Kindesgartens als Bildungsinstitution darf nicht in Frage gestellt werden.“

 

 

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