Neuerungen für Autofahrer 2019

Eisenstadt, 29. 12. 2019

ARBÖ Burgenland Rezar: „Die wichtigsten Neuerungen für Autofahrer im neuen Jahr!

arbö
Dr. Peter Rezar, Präsident ARBÖ

Im nächsten Jahr gibt es für die österreichischen Autofahrer wieder zahlreiche Neuerungen. „Die ARBÖ-Experten haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst“, sagt ARBÖ Präsident Dr. Peter Rezar.

Neue Gesetze, die der ARBÖ begrüßt: Autonomes Fahren und selbständiges Einparken sind ab 2019 erlaubt. „Der Gesetzgeber hat endlich auf die Digitalisierung von Fahrzeugen reagiert und für 2019 die notwendigen Gesetze realisiert“, betont Rezar. Der Pilotversuch „Tempo 140 auf Autobahnen“ wird ausgeweitet und „Rechtsabbiegen bei Rot“ wird im nächsten Jahr getestet. „Neue Vorschriften bei der Auto- und Mopedführerscheinprüfung sollen die Qualität der Ausbildung und der Tests heben, was wichtig für die Sicherheit im Straßenverkehr ist“, unterstreicht der ARBÖ-Präsident.

Die wichtigsten Neuerungen für 2019 im Überblick:

Autobahnpilot:

Künftig muss der Fahrer, dessen Fahrzeug mit einem aktivierten Fahrassistenzsystem ausgestattet ist, auf Autobahnen das Lenkrad nicht mehr mit einer Hand festhalten. Das System muss jedoch über eine Notfallvorrichtung zur Deaktivierung verfügen, und der Fahrer muss im bei Bedarf unverzüglich die Lenkaufgaben wieder übernehmen können.

Einparkpilot:

Erlaubt sind künftig Systeme, die alle Fahraufgaben beim Ein- und Ausparken des Fahrzeuges mittels automatischer Lenkfunktion übernehmen können. Der Kfz-Lenker ist von der Verpflichtung, auf dem Fahrerplatz zu sitzen, enthoben. Er muss sich aber in Sichtweite des Fahrzeuges befinden und über eine Notfallvorrichtung das System sofort deaktivieren können.

Ausweitung der Teststrecken für Tempo 140

Nachdem 2018 der Testbetrieb für Tempo 140 auf dreispurigen Autobahnen gestartet wurde, soll 2019 der Versuch auch auf zweispurige Abschnitte ausgedehnt werden.

Pilotversuch Rechtsabbiegen bei Rot:

Am 1. Jänner 2019 startet der Pilotversuch „Rechtsabbiegen bei Rot“ an drei Kreuzungen in Linz.

Führerscheinprüfung:

Wer bei der Führerscheinprüfung schummelt und dabei erwischt wird, darf erst nach neun Monaten wieder antreten. Diese Änderung wurde notwendig, weil immer öfter Führerscheinprüflinge mit Minikamera und Headset beim Schummeln erwischt wurden.

Moped-Führerscheinprüfung:

Die Theorieprüfung für den Mopedschein (Führerscheinklasse AM) wird voraussichtlich im April 2019 auf einen Computertest umgestellt werden. Damit soll die Qualität der Ausbildung und der theoretischen Prüfung optimiert werden.

Rettungsgasse:

Das Befahren der Rettungsgasse wird ein Vormerkdelikt. Der Strafrahmen liegt bei bis zu 2180 Euro. Auch einspurige Kraftfahrzeuge können von dieser neuen Regelung betroffen sein, wenn sie bei der unerlaubten Durchfahrt ein Einsatzfahrzeug behindern.

 

 

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