Pädagogik Paket 2018

Wien, 17. 12. 2018

SPÖ-NR Erwin PREINER: Pädagogik Paket 2018 – Durch und durch rückschrittlich unter dem Motto: Vorwärts, es geht zurück!

„Eltern, Schüler und Lehrer hätten sich ein besseres Pädagogikpaket verdient“, kritisierte SPÖ-Abgeordneter Erwin Preiner im Rahmen der Nationalratsdebatte am Mittwoch. Durch die gesamte Bildungspolitik der Regierung zieht sich eine rückschrittliche Ideologie.

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NR, Bgm. Erwin Preiner, SPÖ

Durch die Note wird eine Leistung beurteilt, kein Mensch.“ So lautet die grundsätzlich falsche Ansicht der Bundesregierung im vorgelegten Pädagogik Paket 2018. „Das stimmt NICHT! Es steht in der Beurteilung IMMER der Mensch, der Schüler in seiner Gesamtheit, im Mittelpunkt – man differenziert nicht. Pädagogik umfasst den ganzheitlichen Menschen!“ so SP-Mandatar Erwin PREINER.

Sitzenbleiben in der Volksschule hat dann Sinn, wenn Schüler besondere Förderungen bekommen – so ein Experte im Ausschuss. „Gleichzeitig hat die Bundesregierung aber für 2019 14 Millionen Euro für die Besoldung der Pflichtschullehrer gestrichen. „Wie soll da die „besondere Förderung“ erfolgen, Herr Minister Faßmann?“, so PREINER.

Etikettenwechsel durch Umbenennung der NMS in MS, die sogenannte Reform ab der 6. Schulstufe in Standard und Standard AHS, was gleichbedeutend den alten 1. und 2. Klassenzug durch die Hintertür wieder eingeführt. Unter dem Motto: Vorwärts, es geht zurück!

„Wo bleibt hier z.B. die Gleichbehandlung: beim Übertritt von der 8. Schulstufe MS in eine BMS benötigt man in DE, MATH und lebenden Fremdsprachen ein BEFRIEDIGEND, für den Übertritt in eine BHS in den genannten Unterrichtsgegenständen ein GUT. Wenn ein Schüler von der 8. Schulstufe AHS in eine BMS oder BHS wechselt, reicht in den genannten Unterrichtsgegenständen ein GENÜGEND, um sich die Aufnahmsprüfung zu ersparen. Diskriminierung, sonst nichts“, so PREINER, selbst Pädagoge.

Abschließend wies Preiner noch darauf hin, dass die AHS-Unterstufe im Pädagogikpaket kaum erwähnt werde. Es sei etwa unverständlich, warum die Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräche (KEL-Gespräche) nicht auch in der AHS-Unterstufe verpflichtend werden.

„Mit dem sogenannten PÄDAGOGIK PAKET 2018 wird ein Großteil des Schulautonomiepaketes zu Grabe getragen. Schüler, Lehrer und Eltern hätten sich ein schöneres Weihnachtgeschenk verdient!“, schloss PREINER.

 

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