Eisenstadt bei internationalem Wallfahrtskongress in Rom stark vertreten

Rom, 14. 12. 2018

Delegation der Diözese Eisenstadt mit Hannes Artner (Katholisches Bildungswerk), dem Generalsekretär der Katholischen Aktion (KA), Karl Woditsch, und P. Thomas Lackner von der Wallfahrtskirche und Basilika Frauenkirchen überbrachten Papst Franziskus herzliche Grüße aus dem Burgenland.

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Karl Woditsch (Katholische Aktion), P. Thomas Lackner (Frauenkirchen) und Hannes Artner (Katholisches Bildungswerk)

Vertreter aus der ganzen Welt nahmen Ende November an der Lateranuniversität in Rom am ersten internationalen Kongress über die Rolle von Wallfahrtsorten im Bezug auf die Evangelisierung teil. Unter ihnen war auch eine profunde Delegation der Diözese Eisenstadt mit Hannes Artner vom Katholischen Bildungswerk, Karl Woditsch (KA) und Franziskanerpater Thomas Lackner aus Frauenkirchen. Höhepunkt des Kongresses war eine von Papst Franziskus zelebrierte Heilige Messe in der Basilika Santa Maria Maggiore. Im Rahmen der anschließenden Papstaudienz in der Sala Regia im Vatikan ergab sich die Gelegenheit zu einem Treffen mit Papst Franziskus, der sich über die Grüße aus dem Burgenland und der Wallfahrtskirche Frauenkirchen sehr herzlich freute und seine Bitte um das Gebet zum Ausdruck brachte.

Pilgerorte im Dienst der Evangelisierung
Kurienerzbischof Rino Fisichella, zugleich Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, betonte im Rahmen der internationalen Wallfahrtskonferenz, dass Wallfahrtsorte eine wichtige Funktion für die Evangelisierung haben und stärker in den Dienst der Glaubenserziehung einbezogen werden müssten. Angebote für Pilgerinnen und Pilger müssten, so der Kurienerzbischof, Hand in Hand mit der Seelsorge gehen.

Pilger auf ihrem Unterwegssein begleiten
Dies stehe keinesfalls im Widerspruch zur Volksfrömmigkeit, die ebenso unabdingbarer und wichtiger Teil von Pilgerstätten sei wie die jeweilige lokale Kultur. Kulturelle Besonderheiten und die lebensweltliche Verwurzelung von Glaubenszugängen sei gerade zu fördern und zu pflegen, so Kurienerzbischof Fisichella. Entscheidend sei, dass Pilgerinnen und Pilger auf ihrem Unterwegssein im Glauben, in ihrem Sich-Einlassen auf Sinnwege gut begleitet werden, etwa durch entsprechende Gottesdienst-Angebote. Wallfahrtsorte seien zudem „privilegierte Orte für Arme“, weil sie sich besonders der Bedürftigen anzunehmen haben, so der Erzbischof.

„Best practice“-Austausch
Der internationale Kongress wurde auch als Plattform für den Austausch von „best practice“-Beispielen genutzt: So berichteten Vertreter der Wallfahrtsorte in Guadalupe (Mexiko), Lourdes (Frankreich), den Märtyrerschreinen in Korea oder der Marienkirche von Algier von ihre Erfahrungen im Dienst für die Pilger vor jeweils unterschiedlichen religiösen, gesellschaftlichen und politischen Hintergrundfolien.

 

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