Weihnachtsstände und Christbäume auf dem Prüfstand

Eisenstadt, 10. 12. 2018

Dunst: „Beim Christbaumkauf auf die Herkunft achten und Preise vergleichen!“

Die Christbaum-Saison ist voll im Gang. Rund 80 Prozent der burgenländischen Käufer von Christbäumen greifen auf Bäume von einem der rund 50 burgenländischen Produzenten zurück. Diese produzieren auf 260 Hektar jährlich gut 110.000 Bäume. „Es ist erfreulich zu beobachten, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer immer mehr Wert auf regionale Herkunft legen. Beim Christbaumkauf setzen die Konsumentinnen und Konsumenten größtenteils auf einheimische Christbäume. Dabei spielt soziale Nähe und die direkte Kommunikation mit den Produzenten sowie die Unterstützung lokaler Betriebe und Gewissheit über die Produktherkunft  eine ausschlaggebende Rolle“, so Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst. Im Sinne des Konsumentenschutzes wird im Burgenland an Christbaumverkaufsständen die korrekte Preisauszeichnung kontrolliert. Überprüft wird auch, ob die Herkunft des Baumes für den Konsumenten nachvollziehbar ist. Saisonal werden aktuell schwerpunktmäßig auch Weihnachtsstände einer Kontrolle unterzogen.

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Korrekte Auszeichnung wird überprüft
Die korrekte Auszeichnung von Preis, Herkunft und Größenangabe der Bäume wird von Preisauszeichnungs-Kontrollorganen des Landes ebenso überprüft wie die Etikettierung. Die Preisauszeichnung kann auf verschiedene Arten erfolgen, erklärt Wolfgang Fuchs: „Jeder Baum kann einzeln angeschrieben sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Auszeichnung nach einer Maßeinheit. Bei einer kombinierten Auszeichnung, das ist die dritte mögliche Vorgangsweise, werden die Bäume je nach Länge mit farbigen Etiketten oder Schleifen versehen. In diesem Fall müssen zwingend die Länge des Baumes und der Preis je nach Farbe der Schleife deutlich sichtbar sein.“ Beim Verkauf der Bäume nach Länge müsse zwingend eine Mess- oder Meterlatte vorhanden sein. Wird für zusätzliche Dienstleistungen – zum Beispiel dem Zuspitzen des Baumes oder dem Verpacken des Baumes in ein Netz – ein Entgelt verrechnet, so muss auch dieses ausgezeichnet sein. Frischetests werden von den Kontrollorganen nicht gemacht.

Der Jahreszeit entsprechend werden derzeit auch Weihnachtsstände schwerpunktmäßig auf eine korrekte Preisauszeichnung hin kontrolliert.

Kurze Wege, lange Frische – der Schütteltest macht sicher
Einiges spricht für den Kauf heimischer Qualitätsbäume. Ein großer Pluspunkt für die Burgenland-Christbäume ist der kurze Transportweg. Importbäume, zum Beispiel aus Nordeuropa, haben bereits 1000 Kilometer hinter sich, bevor sie bei uns zum Kauf angeboten werden. Kurze Transportwege bringen längere Frische und Haltbarkeit. Der ökologische Gedanke sollte dabei nicht zu kurz kommen. Es gilt: je kürzer der Transportweg, desto schonender fürs Klima.

Damit der Christbaum über die Feiertage seine Nadeln behält, sollte man am besten bereits beim Kauf auf die Frische des Baumes achten. Wie man diese überprüft? „Am einfachsten schüttelt man den Baum leicht oder streicht mit der Hand von innen nach außen über die Nadeln. Verliert dieser bereits bei diesem Test Nadeln, sollte man vor einem Kauf die Finger lassen“, erklärt Christbaumverkäufer Markus Maras.

Neben der Frische des Baumes ist auch die Lagerung wichtig. Bis zum Aufstellen und Schmücken sollte man den Baum am besten kühl und dunkel lagern und den Stamm regelmäßig mit Wasser feucht halten.

Konsumentenschutz: Preisbehörde  kontrolliert das ganze Jahr über
Beim Konsumentenschutz geht es vor allem um die Produktsicherheit, so Dunst. Produkte, die vom zuständigen Bundesministerium als nicht sicher eingestuft werden, müssen im Auftrag des Ministeriums aus den Geschäften entfernt werden. „Wir bekommen vom Bund die Liste mit den beanstandeten Produkten und durchforsten daraufhin die Geschäfte im Burgenland. Heuer haben wir aber noch kein einziges dieser Produkte im burgenländischen Handel gefunden.“

Alle zwei Monate werden andere Branchen unter die Lupe genommen. „Im Jänner du Februar wurden die Sportgeschäfte und der Textilhandel überprüft, im März und April waren der Fotohandel und Fotografen, Gartencenter Bäckereien und Konditoreien am Prüfstand“, so Dunst.

Grundsätzlich könne man sagen, dass im Burgenland die Preisauszeichnung sehr gut funktioniere, so Franz Ecker von der Preisbehörde. „Passt die Auszeichnung nicht, reicht es in den meisten Fällen darauf hinzuweisen und der Missstand wird anstandslos beseitigt. Gestraft wird erst, wenn es bei einer nochmaligen Kontrolle noch immer nicht passt. Im Burgenland gibt es nur wenige schwarze Schafe über alle Branchen verteilt, die davon betroffen sind.“


K o n t r o l l p r o g r a m m 2018
2- Monatsprogamm
Jänner/ Sportgeschäfte (Skiverleih, Skiservice, Handel)
Februar Textilienhandel (inkl. Überprüfung der Textilkennzeichnung [Verordnung (EU) Nr. 1007/2001, TKV, TextilpflegekennzeichnungsVO]
März/ Fotohandel und Fotografen, Gartencenter
April Bäckereien und Konditoreien
Mai/ Gastgewerbe und Imbissstände
Juni Fluglinien, Flugtickets, Reisebüros
Juli/ Gewerbliche Hallenbäder und gewerbliche Sommerbäder sowie die dazugehörigen Buffets
August Tankstellen (Treibstoffpreisauszeichnung, Tankstellenshops samt Grundpreisauszeichnung),
September/ Platten- und Fliesenleger mit Handelsbetrieb
Oktober Lebensmittelhandel (inkl. Überprüfung der Grundpreisauszeichnung)
November/ Spielwarenhandel (SpielzeugkennzeichnungsVO), Schreibwaren, Trafiken
Dezember Christbaumverkauf, Christkindlmärkte (inkl. Punschstände, ausgenommen solche, die in herkömmlicher Art und Weise zu wohltätigen Zwecken veranstaltet werden

 

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