SPÖ NR Erwin Preiner drängt auf Verbot von Glyphosat und Chlorpyrifos

Wien, 5. 12. 2018

Im gestrigen Landwirtschaftsausschuss warnte SPÖ-Agrarsprecher Erwin PREINER vor den Gefahren des Insektizides Chlorpyrifos. Eine amerikanische Studie hat aufgezeigt, dass dieses Mittel in die Entwicklung von Ungeborenen eingreift und dabei wichtige Bereiche der Großhirnrinde schrumpfen lassen kann.

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NR, Bgm. Erwin Preiner, SPÖ

„Darüber hinaus ist Chlorpyrifos ein Nervengift, das fortpflanzungsschädigend beim Menschen wirkt und hochgiftig für Vögel, Bienen und Fische ist“, gab PREINER im Ausschuss zu bedenken und fordert in einem Antrag (344/A(E)) ein umgehendes Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf Chlorpyrifos-Basis.

„Es kann und darf nicht sein, dass Kurz, Strache und Köstinger die Interessen von Wirtschafts- und Chemiekonzernen vor den Schutz der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung sowie den Schutz unserer Natur stellen!“ und PREINER weiter: „Kärnten zeigt, was möglich ist, die  Bundesregierung braucht sich nur das neue Kärntner Pflanzenschutzmittelgesetz zum Vorbild nehmen.“

Aktuell sind in Österreich insgesamt 1289 Pestizide für gewerbliche Verwender zugelassen, 355 davon für den Haus- und Kleingartenbereich. Von diesen 355 sind mit Inkrafttreten des neuen Pflanzenschutzmittelgesetzes in Kärnten nur mehr 14 Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel zulässig.

Eine Landwirtschaft, die ohne Glyphosat-haltige Pestizide im Pflanzenbau und ohne Glyphosat-belastete Futtermittel in der Tierzucht auskommt – dafür ist es 1 vor 12. In der Lebensmittelsicherheit gibt es in der SPÖ null Toleranz für Glyphosat, Bienenkiller und Gentechnik. Hier ist das Burgenland mit der „Bio-Wende“ eindeutig Vorreiter.

„Verantwortung tragen heißt, die Bevölkerung zu schützen und unseren Kindern und nachfolgenden Generationen eine saubere und intakte Umwelt zu übergeben. Übernehmen Sie endlich diese Verantwortung und stellen Sie nicht länger die Interessen von Wirtschafts- und Chemiekonzernen vor den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung sowie den Schutz unserer Natur,“ so PREINER in Richtung Ministerin Köstinger, die auch für Landwirtschaft, Umwelt und Tourismus Verantwortung trägt.

 

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