Gesundheitsversorgung im Bezirk Neusiedl am See

Neusiedl, 30. 11. 2018

Die Einwohner stehen an der letzten Stelle.

Seit April ist die Akutordination in Kittsee nun im Betrieb und die Bedenken der Volkspartei des Bezirkes Neusiedl am See haben sich bestätigt. „In den ersten 8 Monaten gab es schon zahlreiche Präzedenzfälle, welche von mir auch schon im Rahmen einer Sitzung des Landtages vorgebracht wurden. Dieses System funktioniert im Bezirk Neusiedl am See nicht. Besonders ärgerlich ist, dass mehr Zeit investiert wird, diese massive Verschlechterung der Gesundheitsversorgung als Verbesserung zu verkaufen, als eine sichere und lückenlose Gesundheitsversorgung für die Einwohner des Bezirkes Neusiedl am See zu gewährleisten,“ kritisiert Markus Ulram.

 

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Bgm. LAbg. Markus Ulram, ÖVP

Die Gesundheitsversorgung im flächenmäßig größten Bezirk des Burgenlandes mit knapp 60.000 Einwohnern ist mit einer exponierten Akutordinationen in Kittsee katastrophal. Da stellt der Visitenarzt in Frauenkirchen nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar. Die Beschwerden der Einwohner zur gesamten Gesundheitsversorgung im Bezirk Neusiedl am See werden immer lauter. „Ärzte müssen ihre Ordinationszeiten beschneiden, da sie ihren Dienst in der Akutordination oder als Visitenarzt versehen müssen. Das hat zur Folge, dass Patienten vor verschlossenen Türen der Ordinationen stehen“, erklärt Ulram.

Jeder Burgenländer zahlt seine Beträge in das Sozialsystem ein und darf daher auch wohnortsnahe Leistungen erwarten. „Manche Patienten werden in den Abendstunden quer durch den Bezirk Neusiedl am See geschickt um anschließend doch im Krankenhaus in Eisenstadt zu landen. Diese Zustände sind für mich nicht tragbar. Rot/Blau stellt die knapp 60.000 Einwohner des Bezirkes Neusiedl am See mit ihrem Handeln an die letzte Stelle,“ kritisiert Ulram und fordert abschließend die sofortige Wiedereinführung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung, die Aufwertung der Unfallambulanz Frauenkirchen als Gesundheitszentrum für den Seewinkel mit 24 Stunden Versorgung am Tag, sieben Tage die Woche und die Attraktivierung des Berufes Landarzt.

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