BIO.Land.Burgenland!

Neusiedl, 30. 11. 2018

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Einleitend begrüßte Abg.z.NR Erwin PREINER, Sprecher für Landwirtschaft und ländlichen Raum der SPÖ im Parlament, das gestern geschlossene Übereinkommen der burgenländischen Landesregierung mit der burgenländischen Landwirtschaftskammer.

Es ist gelungen, eine Einigung zu erzielen, die es ermöglicht, das Burgenland im Sinne einer Modellregion im Bereich der Bio-Landwirtschaft noch weiter auszubauen“, zeigt sich PREINER erfreut.

Die Fördermittel des Landes werden verstärkt für den Ausbau der Bio-Landwirtschaft eingesetzt, der Umstieg in die Bio-Produktion wird finanziell gestärkt und das Fort- und Weiterbildungsangebot im Bio-Bereich erweitert.

Von den jährlich 1,8 Mio EUR Fördermittel des Landes an die burgenländische Landwirtschaftskammer werden 700.000 EUR für den Bio-Landbau verwendet.

„Die Ängste der Kammerfunktionäre, dass Dienstposten abgebaut werden, sind nicht begründet“, so PREINER.

„Der jährliche Grüne Bericht liefert einen Einblick in die Entwicklung der Landwirtschaft. Das Einkommen der Landwirtschaft stieg bundesweit 2017 im Vergleich zu 2016 um ø 14 % je Betrieb. Eine Einkommenssteigerung, die sonst keine Berufsgruppe im unselbständigen Bereich hat. Das Burgenland liegt hier mit einem durchschnittlichen Einkommensanstieg in der Landwirtschaft von 13,3 % gut im Trend“, so SP-Agrarsprecher im Nationalrat, Erwin PREINER.

„Dennoch sind die Einkommen und die Verteilung öffentlicher Gelder ungleich verteilt. Der Einkommensanstieg betrug bei den großen Betrieben 19 %, bei den kleinen Betrieben nur 5 %. Die Nebenerwerbslandwirte erwirtschafteten in Summe nur knapp 14 % des Einkommens der Haupterwerbsbetriebe, obwohl bereits 54 % aller landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich im Nebenerwerb geführt werden. Diese Zahlen lassen sich auch auf das Burgenland herunterbrechen“, so PREINER.

Im Jahr 2016 wurden im Burgenland insgesamt 8.473 Betriebe (5,26 % aller Betriebe Österreichs) gezählt. Seit der letzten Vollerhebung im Jahr 2013 ging die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe um 6,41 % (Österreich: -3,10 %) zurück.

„Mehr als ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Burgenland wird biologisch bewirtschaftet. Bereits mehr als 1.000 Bio-Betriebe zählt das Burgenland und genau hier setzen wir mit der Bio-Wende die Vorreiterfunktion des Burgenlandes fort. Die Neuausrichtung der Lebensmittelerzeugung ist der einzig richtige Schritt. Die Auswirkungen des massiven Einsatzes von Pflanzengiften und Pflanzenschutzmitteln ist nicht nur für das Bienensterben oder den Rückgang der Vogelpopulation verantwortlich. Pestizide wie Glyphosat wurden im Tierfutter, wie jüngst bekannt wurde auch in österreichischen Gewässern und sogar bei Menschen nachgewiesen. Das sofortige Verbot für die Verwendung Glyphosat ist Gebot der Stunde“, zeigt sich PREINER alarmiert.

LAbg. Kilian BRANDSTÄTTER zeigte die drei wichtigsten Problemstellungen auf: Was müssen wir für nachfolgende Generation tun – Wie können gesunde Lebensmittel zu fairen Preisen produziert werden – Wie können wir das Bienen- und Vögelsternen stoppen. Hier gilt es über Parteigrenzen hinweg eine zufriedenstellende Lösung zu finden, denn „wenn es um die Gesundheit der Menschen geht, muss das Parteiinteresse zurückstehen – in einem nachhaltigen, gesunden und glyphosatfreien Burgenland“, so BRANDSTÄTTER.

Eine Landwirtschaft der Zukunft, die auf Pestizide verzichtet und die wachsende Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln deckt, ist das einzig richtige und ehrliche Ziel. Ein Ziel, das Entwicklungen wie Billigkonkurrenz durch Großbetriebe, einen allgemeinen Preisverfall und der damit verbundenen starken Abhängigkeit von Förderungen entgegenwirken kann. Auf Ökologie, Qualität und Regionalität setzen und öffentliche Gelder optimal einzusetzen, um den Bestand der Betriebe und deren Leistungen für die Gesellschaft zu sichern.

„Regionale Bio-LEBENSmittel sind eine Chance für Umwelt, Klima und den Arbeitsmarkt. Nicht nur die Qualität wird gesteigert, sondern auch die regionale Wirtschaft und die regionale Landwirtschaft gestärkt. Biologische Landwirtschaft ist die umweltschonendste. Mit 31,8% Bioackerfläche, 39,2% Biogrünlandfläche und 16,8% Weinbaufläche liegt das Burgenland bereits weit über dem österreichischen Durchschnitt“, so PREINER.

 

 

 

 

 

 

 

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