WLV tätigt 2019 Investitionen in Höhe von 16,68 Millionen Euro

Eisenstadt, 29. 11. 2018

Bei der Verbandsversammlung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland am 28. November 2018 haben die Delegierten das Budget 2019 beschlossen. In den Neubau bzw. die Sanierung der Wasserversorgungsanlagen in den 66 Mitgliedsgemeinden des WLV werden insgesamt 16,68 Millionen Euro investiert. Sämtliche Einnahmen werden für den Betrieb und die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit verwendet. Der WLV ist gemeinnützig!

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WLV-Infrastruktur soll optimiert und Versorgungssicherheit ausgebaut werden

Die Erneuerung des bestehenden Leitungsnetzes bedeutet für den Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland eine riesige Herausforderung. Wie eine Studie der TU Graz eindeutig belegt, ist mittelfristig die Erhöhung der jährlichen Investitionen auf über 20 Millionen Euro notwendig. Zwecks Sicherstellung einer lückenlosen und qualitativ hochwertigen Versorgung unserer Kunden wurde für das kommende Jahr ein umfangreiches Investitionsprogramm erstellt. Für die Erneuerung bzw. Sanierung von Transportleitungen sind 3 Millionen Euro und für die Sanierung der Ortsnetzleitungen in unseren Mitgliedsgemeinden sind insgesamt 8,2 Millionen Euro budgetiert. In die Erweiterung diverser Ortsnetze wird der WLV rund 1,4 Millionen Euro investieren. Für die Umsetzung eines neuen Wasserwerks in Kittsee sind 2,5 Millionen Euro präliminiert. Weitere Schwerpunkte sind der Umbau des Betriebsgebäudes in Neusiedl und Maßnahmen in Bezug auf den Grundwasserschutz (d.h. die Ausweisung neuer Schongebiete bzw. den Ankauf von Grundstücken in Schongebieten).

 

Investitionsprogramm ist konsequent fortzusetzen bzw. zu intensivieren

Durch das Leitungsalter, der WLV ist über 62 Jahre alt, und die großen Leitungslängen, der WLV hat über 2.850 Kilometer an Leitungen Instand zu halten, müssen diese Investitionen zur Abdeckung der Versorgungssicherheit der Bevölkerung wesentlich angehoben werden. Der Obmann des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland, Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, erklärt dazu: „Aufgrund des Anlagen- bzw. Leitungsalters und auch in Anbetracht der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung (Zunahme um bis zu 30 % bis 2050) sowie des Klimawandels (bringt häufigere Trockenperioden) bleibt es unser oberster Grundsatz, dass die Einnahmen über den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur wieder den Kunden und der Wirtschaft zukommen. Aus den vorgenannten Gründen wurde das Investitionsbudget auf 16,68 Millionen Euro im kommenden Jahr erhöht. Nur so können mögliche  Versorgungsengpässe bzw. Einbußen bei der Versorgungsqualität vermieden werden.“

All diese Maßnahmen machten eine moderate Anpassung des Wasserpreises auf genau € 1,49 für 1.000 Liter reines Trinkwasser, notwendig. Ein Vergleich mit anderen Wasserversorgern zeigt, dass der Wassergebührentarif des WLV sowohl im bundesweiten (Preisbasis für 2018: Wien z. B. € 1,69, Graz € 1,92 oder die EVN bis zu € 2,30), als auch im landesweiten Vergleich sehr günstig liegt bzw. im untersten Drittel zu finden ist. Die Mehrbelastung der Anpassung liegt dabei bei sozial verträglichen € 1,38 pro durchschnittlichem Gesamthaushalt und Monat.

 

Sozialrabatt um 50 % angehoben

Um für die finanziell Schwächeren in unserer Gesellschaft die moderate Preisanpassung trotzdem sozial verträglich zu machen, wurde vom Vorstand des Wasserleitungsverbandes der bestehende Sozialrabatt um 50 % erhöht. Die Höhe des Sozialrabattes, der den sozial Bedürftigen im Versorgungsgebiet des WLV zu Gute kommen soll, beträgt ab 2019 € 15,00. Diese Regelung ist zur Gänze an die Gewährung eines Heizkostenzuschusses des Amtes der Bgld. Landesregierung gekoppelt. Dieser Betrag bzw. diese Gutschrift wird bei der nächsten Jahresabrechnung – analog einer geleisteten Akontozahlung – forderungsmindernd berücksichtigt. Die Auszahlung (bar oder über eine Bankverbindung) kann nicht begehrt werden.

 

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