Mädchen am Ball

Draßburg, 29. 11. 2018

Phase 2 der Initiative „Mädchen am Ball“ wird eingeläutet – Weiterführung, Finanzierung und Ausbau des Projekts

Aufgrund des großen Zustromes, der hohen Nachfrage und der daraus resultierenden Unterstützung wird das von der ASKÖ Burgenland umgesetzte Pilotprojekt „Mädchen am Ball“ im aktuellen Schuljahr 2018/2019 fortgeführt und landesweit ausgebaut.

askö
Dieter Herist (Referent BM f. öffentlichen Dienst und Sport), Isabel Hochstöger (ÖFB Teammanagement Frauen-Nationalteam, Leiterin Frauenfußball UNIQA Mädchenfußball LIGA), Christian Illedits (ASKÖ Burgenland Präsident Landtagspräsident), Mag. Harald Ziniel, (LSR / Fachinspektor für Bewegung und Sport), Schülerinnen der VS Draßburg (Hanna Schwartz, Anna-Lena Leeb, Lea Pürkfellner, Sophie Schwartz)

Aufgrund des durchschlagenden Erfolges der Frauen-Nationalmannschaft wurde 2017 von der ASKÖ Burgenland und dem ÖFB dieses Projekt ins Leben gerufen. Mit  der Unterstützung des Bundesministeriums für öffentlichen Dienst und Sport und des Landes Burgenland, kann „Mädchen am Ball“ fortgeführt und ausgeweitet werden. Als weitere Kooperationspartner unterstützen der burgenländische Landesschulrat und der burgenländische Fußballverband sowie die Fußballvereine.

Aufgrund der Förderungen wurden zwei weitere qualifizierte Mitarbeiter für die praktische Ausführung, sogenannte Bewegungscoaches, angestellt.

Die Aufgabe der drei ASKÖ-Bewegungscoach liegt darin, eine Projektvorstellung inkl. Schnuppertraining in jeder einzelnen burgenländischen Volksschule zu veranstalten. In weiterer Folge sollen in jedem Bezirk sogenannte „Stützpunkte“ geschaffen werden. Es handelt sich dabei um Fußballplätze oder Sportanlagen von Fußballvereinen, an denen orts-, aber auch vereinsübergreifend in reinen Mädchengruppen trainiert werden kann. Um ein professionelles und hochwertiges weiterführendes Training in den Vereinen zu gewährleisten, werden eigens Richtlinien zur Qualitätssicherung erstellt. „Der positive Evaluierungsbericht der Pilotphase zeigt, wie wichtig die Fortsetzung und Weiterentwicklung des Projekts ist. Im Zusammenspiel mit der Schule, den Vereinen und den ASKÖ Bewegungscoaches ist es langfristiges Ziel für fußballbegeisterte Mädchen den Weg vom Schulsport zum Verein zu ebnen. Wir möchten die Kinder von der Schule auf den Fußballplatz bringen“, sagt ASKÖ Präsident Illedits über die Zukunft der Initiative.

Im Schuljahr 2017/2018 wurde in 305 Promotioneinheiten in 19 burgenländischen Schulen (123 Schulklassen)  insgesamt 1028 Mädchen das Fußballspielen näher gebracht.

Heuer wurde „Mädchen am Ball“ bereits in 23 Schulen vorgestellt und damit 620 Mädchen erreicht.  Isabel Hochstöger (ÖFB): „Das Burgenland hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und mit dem Projekt alle Erwartungen übertroffen. Es ist dem ÖFB ein großes Anliegen,  „Mädchen am Ball“ weiter voran zu treiben“.

Um erste fußballerische Erfahrungen im Wettkampf sammeln zu können, ist mit Beginn des nächsten Jahres ein eigener „Mädchen am Ball“ Hallen-Cup im Nord- als auch im Südburgenland geplant. Ein weiteres Ziel des Projekts ist, ein Meisterschaftsbetrieb von Frauenmannschaften im Burgenland.

Den Erfahrungen der Bewegungscoaches, ist die Begeisterung unter den Mädchen in den Schulen riesengroß.

Erfreulich ist, dass Volksschulen Eigeninitiative zeigen und in der Bildungsregion Oberpullendorf/Oberwart bereits „Mädchenfußball-Cups“ veranstalten.

Das Projekt soll in erster Linie mit dem ÖFB als größten (Ball-)Sportverband Österreichs flächendeckend weiterentwickelt  werden. Die Bestrebungen im Burgenland sind, die effiziente Verknüpfung von Schulen und Vereinen voranzutreiben, um einerseits ein Angebot für fußballinteressierte Mädchen zu schaffen und andererseits Hemmungen und Unsicherheiten im Umgang mit dem Ball zu reduzieren bzw. im besten Fall gänzlich zu nehmen.

In der nun 2. Phase sollen in allen Bezirken  im Burgenland im Sinne einer Nachhaltigkeit verstärkt der Umgang mit dem Ball im Turnunterricht implementiert werden. Mittelfristiges Ziel ist es das Projekt in allen 176 Volksschulen vorzustellen und in jedem Bezirk ca. 3 Stützpunkte für weiterführende Trainings zu schaffen und Vereine dahingehend zu Unterstützung zu mobilisieren.

„Sport trägt zur persönlichen Entwicklung bei und ist ein wesentlicher Beitrag für ein gesundes Leben. Um Schülerinnen im Fußballsport gezielter zu fördern, ist es uns wichtig die Kampagne zu unterstützen. Als eine der Maßnahmen öffnen wir den Schüler-Cup in Zukunft für eigene Mädchenteams“, so Mag. Harald Ziniel (LSR) zur bestehenden Kooperation.

Eine flächendeckende Erfassung in Gesamt-Österreich wäre unter Berücksichtigung einer entsprechenden personellen Ressource möglich.

 

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