SMART Pannonia: grenzüberschreitendes Expertenforum in Eisenstadt

Eisenstadt, 26. 11. 2018

VerkehrsexpertInnen diskutieren und informieren über die neuesten Entwicklungen grenzüberschreitender Mobilität zwischen Österreich und Ungarn

Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes „SMART Pannonia“ findet heute, Montag, im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt ein Expertenforum statt. Es ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die während des Projekts von verschiedenen ProjektpartnerInnen organisiert wird. Federführend bei der Veranstaltung heute ist der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR). VerkehrsexpertInnen aus Ungarn und Österreich diskutieren und informieren bei der ganztägigen Veranstaltung die neuesten Entwicklungen und künftige Planungen der grenzüberschreitenden Mobilität zwischen Österreich und Ungarn. Neben Landeshauptmann Hans Niessl nahmen auch der stellvertretende Staatssekretär im ungarischen Außenministerium Péter Kiss-Parciu sowie der GYSEV-Generaldirektor Szilárd Kövesdi am Forum teil. Ziel des Projektes SMART Pannonia ist es, den Raum Burgenland / Westungarn als eine gemeinsame funktionale Region noch unmittelbarer erlebbar zu machen und weiter zu entwickeln. Die Mobilität der Menschen und Güter ist eine wesentliche Grundlage dafür. Daher wird intensiv an den zentralen Fragen der zukünftigen grenzüberschreitenden Mobilität gearbeitet. Das grenzüberschreitende Projekt „SMART Pannonia“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Interreg VA AT-HU“ mit 85% EFRE-Förderungsanteil unterstützt.

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Landeshauptmann Hans Niessl konnte beim grenzüberschreitenden Expertenforum auch den stellvertretenden Staatssekretär im ungarischen Außenministerium Péter Kiss-Parciu begrüßen

„Wir müssen der Bevölkerung, die in dieser Region lebt, ein Angebot beim öffentlichen Verkehr bieten, das qualitativ hochwertig ist. Wir wollen gute Verkehrsverbindungen zu unseren Nachbarn, einerseits um die Region und die Wirtschaft zu stärken und um Arbeitsplätze zu schaffen, andererseits geht es auch um den Klimaschutz“, so Niessl. Für die Region wichtige Projekte seien zum Beispiel die Elektrifizierung und der Infrastrukturausbau der Strecke Szentgotthard – Jennersdorf und die Elektrifizierung der Bahnverbindung zwischen Mattersburg und Sopron. Wenn man das angedachte Betriebs- und Fahrplankonzept ab 2026 umsetzen möchte, sei auch ein Umbau des Bahnhofs in Sopron nötig samt zusätzlicher Bahnsteige und eines verlängerten Personentunnels. Zur Umsetzung von grenzüberschreitenden Verkehrsprojekten müssten auch in Zukunft entsprechende finanzielle Mitteln für Interreg-Projekte bereitgestellt werden. Dies habe EU-Kommissar Günther Oettinger im Rahmen seiner Teilnahme an der Landeshauptleute-Konferenz letzte Woche in Stegersbach auch zugesagt, so der Landeshauptmann.

Péter Kiss-Parciu, stellvertretender Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, appellierte, sich bereits jetzt intensiv mit der Frage zur Finanzierung der nächsten Förderperiode auseinanderzusetzen.

Projekt SMART Pannonia „Sustainable Mobility and Accessibility for Regional Transport in Burgenland – West-Hungary“
Ziel des Projektes ist es, den Raum Burgenland / Westungarn als eine gemeinsame funktionale Region noch unmittelbarer erlebbar zu machen und weiter zu entwickeln. Im Rahmen von SMART Pannonia werden zahlreiche Bereiche und Maßnahmen zu einem konsistenten Ganzen zusammengefügt. Dazu zählen unter anderem die Erstellung eines Leitfadens für grenzüberschreitenden Linienverkehr, die Organisation einer grenzüberschreitenden Verkehrsplattform, die Pilotentwicklung von ausgewählten Haltestellen mit innovativer Echtzeitinformation, ein Dispositionskonzept für Mikro-ÖV oder das Einpflegen und Erheben routingfähiger GIS-Daten für Routenplaner. Die ProjektpartnerInnen decken dabei Bahn-, Bus- und Radthemen sowohl für den Alltagsverkehr als auch für den Tourismus ab.

SMART Pannonia – gefördert im Rahmen des Programms „Interreg VA AT-HU“
SMART Pannonia wird mit einem Gesamtbudget von mehr als 3 Millionen Euro im Förderprogramm „Interreg VA AT-HU“ mit 85% EFRE-Förderungsanteil unterstützt und hat eine Projektdauer von 4 Jahren (Anfang 2016 bis Ende 2019).
ProjektpartnerInnen sind das Land Burgenland, RMB (Mobilitätszentrale Burgenland), VIB – Verkehrsinfrastruktur Burgenland GmbH, Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH sowie auf ungarischer Seite Westpannon (Lead Partner), GYSEV/Raaberbahn und das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Handel (KKM). Als strategische Partner sind das Zentrum für Nordwest-Ungarischen Transport sowie die Ungarische Radfahr-Allianz eingebunden.

 

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