Rauchen – Kontrolle durch Bankomatkarte

Eisenstadt, 21. 11. 2018

Im Burgenland wird das Schutzalter bezüglich des Rauchens angehoben: Ab 1. Jänner 2019 muss man im Burgenland 18 Jahre alt sein, um rauchen zu dürfen.

wko

 „Tabak, egal in welcher Form, ist ein sensibles Genussmittel mit dem Trafikanten agieren. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Jugendliche nicht unsere Zielgruppe sind“, erklärt Hannes Dragschitz, Obmann des Landesgremiums Burgenland der Tabaktrafikanten.

Schon seit Jahren erfolgt die Ausweiskontrolle vor Ort in der Trafik. Auch die Tabakautomaten erfüllen die technischen Voraussetzungen, um den Jugendschutz zu gewährleisten.

„Mit der Anhebung des Jugendschutzalters auf 18 Jahre musste sehr rasch eine Lösung für die Tabakautomaten gefunden werden. Um die Alterskontrolle lückenlos zu gewährleisten, wurde die Altersabfrage mittels NFC-Technologie entwickelt“, erklärt Hannes Dragschitz.

Die notwendige Nachrüstung aller 6.200 Automaten österreichweit auf NFC-Technologie zwingt die Unternehmer zu großen Investitionen. Die Kosten liegen bei 1.200 Euro pro Automatenumstellung. Im Burgenland sind rund 184 Automaten betroffen.

„Im Konflikt zwischen Rauchkultur und Gesundheitspolitik werden Trafikanten oft als Vertreter der Rauchkultur und Gegner der Gesundheitspolitik gesehen. Das mag auf den ersten Blick so scheinen, ist es aber nicht. Trafikanten sind in erster Linie Unternehmer. Unternehmer, die ihre soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung sehr ernst nehmen“, so Hannes Dragschitz.

 

Strenge Kontrollen für Trafikanten

Die Monopolverwaltung als Vergabestelle für Trafiken hat in den Bestellungsverträgen den Jugendschutz verankert. Jugendschutzkontrollen werden in Form von Mystery-Shoppings durchgeführt. Trafikinhaber müssen bei einem nicht ordnungsgemäßen Verlauf mit Sanktionen rechnen: Auf die erste Übertretung folgt ein Aufklärungsgespräch nach dem Motto „Beraten statt strafen“. Die zweite Übertretung verpflichtet zu einer kostenpflichtigen Nachschulung und die dritte Übertretung zieht eine Geldbuße nach sich. Hannes Dragschitz: „Die Einhaltung des Jugendschutzes ist für die Reputation der Tabakbranche unerlässlich.“

Die Versorgung mit Tabakwaren erfolgt im Burgenland durch 81 Tabakfachgeschäfte und 170 Tabakverkaufsstellen. Rund ein Drittel der TabakfachgeschäfteInhaber haben ein Vorzugsrecht – was bedeutet, dass Trafiken an Menschen mit Handicap vergeben werden. Im Burgenland wurde im Jahr 2017 ein Tabakwarenumsatz von insgesamt 80,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Branche bietet 152 Personen eine Beschäftigung.

(Quelle Monopolverwaltung Gesellschaft).

 

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