Spitzmüller meldet verbotenen Greifvogelfang

Steinberg-Dörfl, 14. 11. 2018

Einer aufmerksamen Spaziergeherin ist die Falle aufgefallen, vor allem da sich in ihr bereits ein Bussard gefangen hatte. Bei der Falle handelt es sich um eine sogenannte Leiterfalle, eine Lebendfalle, in die Vögel zwar hinein gelangen, jedoch nicht wieder hinausfliegen können. Als Köder befanden sich Fleischstücke in der Falle. Eigentlich nur mit Genehmigung für Krähen gedacht und erlaubt, müssen derartige Fallen so gebaut sein , dass keine „Fehlfänge“ möglich sind. Zudem müssen sie mindestens täglich kontrolliert werden. „Die Spaziergeherin tat das einzige richtige, sie hat das zum Glück unverletzte Tier freigelassen,“ sagt Landtagsabgeordneter Spitzmüller dem der Fund gemeldet wurde.

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„Das unabsichtliche Fangen von Greifvögeln ist jedoch kaum auszuschließen und das Fangen von Krähen zudem sinnlos,“ erklärt Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller. Der Naturschutzbund Oberösterreich schreibt dazu: „Ein im Jahr 2015 durchgeführtes Monitoring brachte das Ergebnis, dass die bisher über den Weg der Ausnahmebewilligung genehmigte jährliche Entnahme von ca. 19.000 Individuen zu keiner Reduktion des Bestands der Rabenkrähe und ihres Verbreitungsbildes geführt hat.“ Zudem gelten gerade Greifvögel als große Krähenfeinde.

Spitzmüller ist auch ehrenamtliches Naturschutzorgan, er hat den Fund dem amtlichen Naturschutzorgan Martin Strobel gemeldet, dieser leitete ein Verfahren ein.

 

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