Plakataktion gegen Alkohol am Steuer

Eisenstadt, 7. 11. 2018

All I want for Christmas… is you!

Weihnachten ist das Fest der Familie. Nicht auszudenken, wenn aufgrund eines durch Alkohol verschuldeten Verkehrsunfalls plötzlich ein Familienmitglied am Weihnachtsabend fehlen würde! Da diese Vorstellung kaum jemanden kalt lässt, nutzt das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) genau dieses abschreckende Beispiel, um darauf aufmerksam zu machen, dass Alkohol am Steuer tödlich sein kann. Mit einer österreichweiten Plakataktion unter dem Slogan „All I want for Christmas… is you!“ wird daran erinnert, für eine sichere Heimfahrt nach der Weihnachtsfeier zu sorgen, um die Feiertage gesund im Kreise der Liebsten verbringen zu können. Österreichweit werden rund 70.000 Plakate an ca. 35.000 Unternehmen verteilt.
Im Burgenland wird die Kampagne gemeinsam mit dem Land Burgenland umgesetzt – diese umfasst 2.200 Plakate für 1.100 Unternehmen.

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Weihnachtsfeiern sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Meist wird zu diesen Anlässen auch mit dem einen oder anderen alkoholischen Getränk auf das erfolgreiche Jahr angestoßen.
Dies kann jedoch gefährliche Folgen haben, weiß DI Sabine Kaulich vom KFV: „Wenn man einige Gläser Alkohol getrunken hat, neigt man zur Selbstüberschätzung und setzt sich vielleicht alkoholisiert ans Steuer, obwohl man nicht mehr dazu in der Lage ist, ein Fahrzeug zu lenken. Daher ist es wichtig, sich bereits vor dem Besuch der Weihnachtsfeier zu überlegen, wie man sicher nach Hause kommt.“
Landeshauptmann-Stv. Johann Tschürtz ergänzt: „Wer ein Fahrzeug lenkt, muss sich der Verantwortung für Gesundheit und Leben bewusst sein, die damit verbunden ist. Unfällen unter Alkoholeinfluss und deren meist drastischen Folgen kann vorgebeugt werden, indem wir uns nicht alkoholisiert ans Steuer setzen – das müssen wir verinnerlichen.“

Mehr Promille, mehr Risiko
Dass unter Alkoholeinfluss das Unfallrisiko um ein Vielfaches steigt (mit 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch, mit 0,8 Promille ist das Unfallrisiko sogar fünfmal höher als nüchtern), zeigt auch die Statistik: 2017 war jeder 12. Verkehrstote in Österreich Opfer eines Alkoholunfalles. Grund für die hohe Unfallquote bei Alkolenkern ist eine verzögerte Verarbeitung von Reizen, die Abnahme der Konzentrationsleistung sowie das Nachlassen von Reaktionsgenauigkeit und -geschwindigkeit.
„Genau aus diesem Grund appellieren wir an das Verantwortungsbewusstsein aller Lenker ihr Auto nach dem Konsum von Alkohol stehen zu lassen. Sich selbst oder andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen, sollte oberstes Gebot sein“, betont DI Sabine Kaulich vom KFV.

Bewusstseinsbildung durch Emotionalisierung
2017 zählte das KFV 86 Alkoholunfälle im Burgenland, bei denen 97 Menschen verletzt wurden. Besonders tragisch: Bei diesen Unfällen kommen häufig auch unschuldige Personen zum Handkuss, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Neben dem menschlichen Leid, das entsteht, drohen gesetzliche Strafen und auch noch versicherungsrechtliche Konsequenzen (z.B. Leistungsfreiheit der Versicherung bei Schäden, Rückforderungsansprüche etc.)
Die Plakataktion des KFV weist daher zielgerichtet auf die Gefahren von Alkohol am Steuer hin und animiert zum richtigen Handeln. Mit dem emotionalen Plakatslogan „All I want for Christmas… is you!“ wird in Erinnerung gerufen, dass Weihnachten ein Fest der Familie ist, bei dem man auf kein Familienmitglied aufgrund eines Alkoholunfalles verzichten möchte.
Den Burgenländern wird daher angeraten, das Auto am Tag der Weihnachtsfeier lieber stehen zu lassen. Damit dies leichter fällt, organisieren immer mehr Unternehmen Bus- oder Taxidienste, um ihre Mitarbeiter sicher von der Weihnachtsfeier nach Hause chauffieren zu lassen.

Österreichweite Kampagne gegen Alkohol am Steuer
Die Plakataktion des KFV gegen Alkohol am Steuer wird alljährlich österreichweit umgesetzt. Heuer werden insgesamt 70.000 Plakate an rund 35.000 Unternehmen verteilt.
Im Burgenland wird die Kampagne vom Land Burgenland unterstützt. Insgesamt wurden 2.200 Plakate für 1.100 burgenländische Unternehmen in Umlauf gebracht.

 

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