Niemals vergessen! – Volkspartei präsentiert Gedenk-Toolbox

Eisenstadt, 5. 11. 2018

Im Gedenk- und Bedenkjahr 2018 gedenken wir vor allem der schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit. „Wir wollen uns in diesem Jahr mit der Geschichte Österreichs auseinandersetzen. Ziel ist es, den Menschen und vor allem Jugendlichen zu zeigen, was Demokratie bedeutet und was es bedeutet, wenn die Demokratie ausgehebelt wird“, erklären der 2. Landtagspräsident Rudolf Strommer und Jugendsprecher Patrik Fazekas. Um das Demokratieverständnis zu fördern und den Jugendlichen die Geschichte näher zu bringen, hat die Junge ÖVP eine Gedenk-Toolbox ins Leben gerufen.

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Für die Demokratie ist es unerheblich, welche Partei gewählt wird, sondern für die Demokratie ist entscheidend, dass gewählt wird. Mit diesem Satz erklärt der Zweite Landtagspräsident Rudolf Strommer die dunkle Vergangenheit Österreichs. „Nur mit einer starken Demokratie können künftighin die Gräueltaten der Vergangenheit verhindert werden. Deshalb haben unsere Vorfahren für das Wahlrecht gekämpft. Damit nicht Macht und einzelne Interessen im Vordergrund stehen, sondern damit der Mensch bestimmt, was in Österreich passiert.“ Neben dem allgemeinen Wahlrecht ist vor allem auch das Miteinander und Zivilcourage entscheidend. „Es ist wichtig, dass Menschen sich gegenseitig helfen. Wenn Dinge aus dem Lot laufen, muss jemand die Initiative ergreifen und sich für andere Menschen einsetzen. Damit die Gräueltaten von 1938 sich nie mehr wiederholen“, ist Strommer überzeugt.

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  1. Jahrestag der Republik soll uns an die Geschichte Österreichs erinnern

Gerade 2018, wenn wir des 100. Jahrestages der Gründung der Republik Österreich gedenken, müssen wir uns auch mit unserer Geschichte auseinandersetzen. In dieses Gedenkjahr fallen auch weitere Jahrestage, deren geschichtliche Auseinandersetzung von besonderer Bedeutung sind: der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 und die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten im Jahr 1958 sowie der Prager Frühling 1968. Dieses Gedenkjahr muss aus Sicht der Volkspartei Burgenland auch dazu genutzt werden, um speziell Jugendliche für die dunklen Seiten der Geschichte zu sensibilisieren. „Gerade Gedenkstätten sind Tatorte, Leidensorte, Orte des Gedenkens und vor allem für die heutige junge Generation Lernorte. Wir wollen der Jugend an konkreten Beispielen zeigen, was passiert, wenn Demokratie außer Acht gelassen wird. Denn soetwas, wie zur Zeit des Nationalsozialismus darf sich nie mehr wiederholen“, so Strommer.

 

 

Fazekas: „Volkspartei setzt Schwerpunkt mit Gedenk-Toolbox.“

Unsere Generation ist die letzte, die Zeitzeugen der Gräueltaten der Nationalsozialisten und des zweiten Weltkrieges kennt. „Es ist die Verantwortung unserer Generation, die Erinnerung an damals wach zu halten. Als größte politische Jugendorganisation setzen wir uns dafür ein, dass aus einem ‚niemals vergessen‘ auch ein ‚nie wieder‘ wird“, betont Jugendsprecher Patrik Fazekas.

Die Junge ÖVP rückt im diesjährigen Gedenkjahr die Aufarbeitung der Vergangenheit Österreich ins Zentrum ihrer politischen Arbeit und versucht mit Aktionen ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und den schrecklichen Taten des NS-Regimes sind ein wichtiger Beitrag für eine liberale, gerechte und weltoffene Gesellschaft. „Wir sehen es als Aufgabe unserer Generation, mit der Geschichte verantwortungsvoll umzugehen und daraus zu lernen, damit solche Ereignisse nie wieder geschehen“, so Fazekas. Im Zuge unseres Schwerpunktes zum Thema „Gedenken“ hat die Junge ÖVP heuer eine „Gedenk-Toolbox“ verwirklicht. „Ziel der Gedenk-Toolbox ist es, unseren Mitgliedern, Funktionären und Ortsgruppen leichter zu ermöglichen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und etwaige Veranstaltungen/Diskussionen/Exkursionen dazu zu planen.“

 

Förderung von Exkursionen nach Mauthausen durchgesetzt

Erst im April hat die Volkspartei eine Förderung von Exkursionen nach Mauthausen gefordert. „Diese Forderung wurde auch umgesetzt. Für Schulexkursionen nach Mauthausen werden die Kosten für Führungen durch geschultes Personal übernommen. Wir freuen uns, dass wir uns mit unserer Forderung durchsetzen konnten“, erklärt Fazekas, fordert aber gleichzeitig: „Darüber hinaus müssen auch die Kosten für die Anreise nach Mauthausen übernommen werden. Damit alle Schülerinnen und Schüler im Burgenland die Chance bekommen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und das Demokratieverständnis zu fördern.“

 

In der Gedenk-Toolbox befinden sich:

  • Eine Liste mit Gedenkstätten
  • Eine Übersicht über die Chronologie der österreichischen Geschichte der letzten Jahrzehnte
  • Eine Sammlung von Film- & Buchvorschlägen

Briefe von Zeitzeugen u.v.m.

 

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