Die Verwandlung der SV Oberwart

Stegersbach, 13. 10. 2018

Am 22. September musste die SV Klöcher Bau Oberwart in Pinkafeld als bessere Mannschaft mit einer 0:1-Niederlage die Heimfahrt antreten. Man nahm sich in den Tagen danach vor, ausgerechnet gegen den Favoriten und vorjährigen Tabellenzweiten aus Siegendorf das Glück zu erzwingen und notfalls mit einem „dreckigen“ Sieg die drei Punkte einzusacken. Und tatsächlich – eine vom Trainerteam rund um Chef-Coach Jürgen Halper in Sachen Lauf-, Einsatz- und Kampfbereitschaft großartig eingestellte Mannschaft holte mit einem 2:1-Erfolg den ersten Sieg in der Burgenlandliga und gab die rote Laterne an den SV Wimpassing weiter.

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Und genau dieser SV Wimpassing forderte die SVO eine Woche später bis zum Letzten und gab sich erst nach einem Zaubertor von Thomas Herrklotz in der 91. Minute mit 1:2 geschlagen. Auch diesmal war es spielerisch kein Leckerbissen, aber es wurde über 90 Minuten bis zum Umfallen gerackert und gefightet. Im traditionellen Jubelkreis mitten auf dem Spielfeld elektrisierte Chef-Motivator und Kapitän Marc Farkas seine Mitspieler mit der Ansage „… und jetzt fahren wir nach Stegersbach und holen uns die nächsten drei Punkte!!!“

Es waren keine leeren Worte, die Marc Farkas in die Runde gebrüllt hatte, denn im Thermenstadion von Stegersbach fand die Halper-Truppe über den Kampf endlich auch zu einer spielerisch starken Leistung, die mehr als 200 SVO-Fans auf der Tribüne spendeten für das bisher beste Saisonspiel immer wieder Szenenapplaus.

Beim Abgang vom löchrigen Rasen in Stegersbach fasste Trainer Jürgen Halper die Partie noch einmal in seiner prägnanten Art zusammen und richtete danach seinen Blick bereits auf die nächste schwere Aufgabe, wenn am Freitag, 19.10.2018 der SV Eltendorf im Informstadion gastiert:

„Heute hat die gesamte Mannschaft nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugt und hat sich ein Pauschallob mehr als verdient. Normalerweise mache ich das nicht, weil wirklich alle Spieler starke Leistungen abgeliefert haben, aber heute muss ich einige meiner Burschen hervorheben. Kilian Koch (16 Jahre), Marcel Pomper und Dominik Farkas (beide 18) haben sich in den letzten Wochen massiv verbessert und sind inzwischen aus der Mannschaft genau so wenig wegzudenken wie die Routiniers Franz Faszl und Thomas Herrklotz. Am meisten freut mich aber die gewaltige Steigerung von Peter Gergö, der für mich in Stegersbach der beste Mann am Platz war. Leider hatte er mit seinem Kopfball Pech, ein Tor wäre die Krönung seiner Top-Performance gewesen. Ich glaube, dass wir mit Peter noch sehr viel Freude haben werden.

Wir werden jedenfalls allen zeigen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, wir haben uns – ganz nach dem Motto „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ auch schon mit dem SV Eltendorf beschäftigt. Eine Wundertüte mit sehr guten Einzelspielern. Man darf sich nicht blenden lassen, dass Eltendorf auswärts bisher erst zwei Punkte geholt hat, wir werden uns akribisch auf diese Partie vorbereiten, vielleicht auch die eine oder andere taktische Umstellung vornehmen. Das Selbstvertrauen stimmt jetzt bei meiner Mannschaft und wir werden alles dafür tun, um zum vierten Mal in Serie erfolgreich zu bleiben. Die Favoritenrolle liegt allerdings ganz klar beim kommenden Gegner.“
Co-Trainer Helmut Plank:

„Wir sind so knapp dran, hat Jürgen immer wieder gesagt, und wir waren ja mit Ausnahme des Spiels gegen Drassburg immer zumindest gleichwertig, wenn nicht sogar besser als der Gegner. Aber so ist es im Fußball – wenn du kein Glück hast, kommt auch noch Pech dazu. Wie in Kohfidisch oder wie in Pinkafeld. Wir haben aber unsere Linie beibehalten, innerhalb des Trainerteams noch intensiver das Gespräch gesucht und uns von der Kritik aus dem Umfeld, die wir natürlich bemerkt haben, nicht aus der Ruhe bringen lassen.“
Goalgetter Thomas Herrklotz:

„Wir haben schnell gesehen, dass wir mit fast allen Mannschaften mithalten können, haben aber in den ersten Runden auch viel Pech gehabt und einiges an Lehrgeld gezahlt. Die Niederlagen haben uns aber nur noch näher zusammenrücken lassen, wir alle geben schon im Training Vollgas, wir sind ruhig geblieben, weil wir gewusst haben, dass sich das Blatt wenden wird. Auch das Trainerteam ist seiner Linie treu geblieben, die Trainingsintensität ist hoch und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Wir haben gemeinsam das Glück erzwungen und nach drei Siegen in Folge jetzt auch etwas für das Selbstvertrauen getan. Gott sei Dank habe ich mit meinen Toren was dazu beitragen können und hätte ich in Stegersbach statt der Stange noch einmal ins Tor getroffen, wäre ich schon an der Spitze der Torschützenliste. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.“

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