12. Oktober = Welt Ei Tag

Stoob, 12. 10. 2018

Wer heimische Eier kauft, hebt die inländische Wertschöpfung und sichert viele Arbeitsplätze

lwk
Seminarbäuerin Helga Bruckner, Präsident Nikolaus Berlakovich, KR Silvia Toth, ARGE-Obmann DI Heinz Schlögl, Maria Schlögl, KR Gerhard Pfneisl, KR Alfred Vukovich MSc, Mag. Barbara Schlögl und KR Johann Hafenscher

„Seit Jahren steht am zweiten Freitag im Oktober das Ei, das wichtige Nährstoffe für eine ausgewogene Ernährung der Menschen liefert, im Mittelpunkt der Werbeaktivitäten von Landwirtschaftskammer, ARGE der Landw. Geflügelwirtschaft und AMA-Marketing. Das Ei ist ein unverzichtbarer Teil unseres Speiseplanes, egal ob als Frühstücksei, gebraten, gekocht oder als Bestandteil in vielen Mehlspeisen und Teigwaren“, so der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Nikolaus Berlakovich bei einer Werbeveranstaltung für heimische Eier und einem Eierspeis-Essen anlässlich des heutigen Welt-Ei-Tages bei Schlögl Ei in Stoob Süd, welche gemeinsam mit dem Obmann der ARGE der Landw. Geflügelwirtschaft des Burgenlandes, Dipl.-Ing. Heinz Schlögl abgehalten wurde. Die Zubereitung der Eierspeise erfolgte von Seminarbäuerin Helga Bruckner und der Familie Schlögl.

Aufgrund der lückenlosen Umsetzung des Verbots von konventionellen Käfigen werden seit 1. Jänner 2009 in Österreich nur mehr Eier in Boden- oder Freilandhaltung erzeugt. In der EU gilt das Käfighaltungsverbot erst ab dem 1. Jänner 2012. Was kritisch angemerkt werden muss ist, dass einige Mitgliedsländer der EU noch nicht umgestellt haben und es bei diesen noch immer Käfigeier in der Produktion gibt.

Präsident Berlakovich: Unser Anliegen ist, dass die Konsumenten durch eine klare Herkunftskennzeichnung erkennen, ob in verarbeiteten Produkten heimische Eier verwendet wurden oder nicht. Das was jetzt das neue Programm der Bundesregierung enthält, ist eine gesetzlich verpflichtende Herkunftskennzeichnung für alle Verarbeitungsprodukte. Ziel muss aber sein, dass es in ganz Europa Herkunftskennzeichnungen gibt. Wenn etwa ein Konsument im Burgenland eine Mehlspeise kauft, dann soll dort draufstehen „Ei kommt aus Österreich“ oder aus einem anderen Land.

Mit dem Kauf von heimischen Eiern kann jeder auch einen Beitrag für unser Klima leisten. Denn es wird nur Soja (einer der wichtigsten Bestandteile des Legehennenfutters) aus Österreich oder Europa bezogen. Das Burgenland hat bei Eiern einen Selbstversorgungsgrad von 148 % (Österreich 86 %). Von den registrierten 387.437 Legehennen werden 327.803 Legehennen in Bodenhaltung (84,5 %), 16.722 Legehennen in Freilandhaltung (4,4 %) und 42.912 in Bio (11,1 %) gehalten.

Tagtäglich werden über zwei Millionen Mahlzeiten in öffentlichen Verwaltungsgebäuden, Kindergärten, Schulen, Internaten, Spitälern, Altersheimen und Kasernen gegessen. Da schon vor längerer Zeit das Billigst- durch das Bestbieterprinzip ersetzt wurde, können Bundes-, Landes- und Gemeindeeinrichtungen in ihren Kantinen regionale Lebensmittel einkaufen. Das gilt u.a. für Eier, Milch, Butter, Fleisch, Obst und Gemüse. Der Gesetzgeber hat hier klargestellt, dass die hohen heimischen Standards, wie Gentechnikfreiheit oder bessere Tierwohl-Regeln auch für die Einkäufe von öffentlichen Einrichtungen gelten. Von Landes- und landesnahe Einrichtungen wird daher gefordert, beim Einkauf von Lebensmittel auch das „Bestbieterprinzip“ anzuwenden.

„Wer Eier mit dem AMA-Gütesiegel oder AMA-Biozeichen kauft, egal ob als Frisch-Ei, oder als Verarbeitungsware (Majonäse, Eierlikör, Nudel usw.), stärkt die heimischen Eierproduzenten und hebt die Wertschöpfung in unserem Land. Wer heimische Lebensmittel kauft, sichert zudem viele Arbeitsplätze – auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen“, so Berlakovich abschließend.

 

Obmann Dipl.-Ing. Heinz Schlögl berichtet, dass die Arbeitsgemeinschaft der landwirtschaftlichen Geflügelwirtschaft des Burgenlandes (ALGB) eine freiwillige Interessensvertretung der burgenländischen Geflügelbetriebe ist. Informationsweitergabe, Stellungnahmen und Lobbingarbeiten werden von der ALGB geleistet.

Durch die gemeinsame österreichische Dachorganisation der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) soll die Anerkennung der Leistungen der Geflügelbranche verbessert werden.

 

Tätigkeiten der ZAG und der ALBG:

  • ZAG Journal (siehe auch http://www.zag-online.at).
  • Mitarbeit bei der österreichischen Eierdatenbank
  • Lobbying für die österreichische Mastgeflügelhaltung
  • Lobbying für den österreichischen Eiermarkt
  • Organisation und finanzierung von Forschungsprojekten
  • ZAG Wissensmanagement – Aus- und Weiterbildung
  • Branchenverzeichnis

 

Regelmäßig finden auch Sitzungen und gemeinsame Exkursionen zum Kennenlernen und zur fachlichen Weiterbildung, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft der landwirtschaftlichen Geflügelwirtschaft des Burgenlandes (ALGB), statt. Obmann Dipl.-Ing. Heinz Schlögl und Geschäftsführer Ing. Wolfgang Pleier nehmen laufend an den ZAG-Vorstandssitzungen teil. Weiters gibt es regelmäßig (Welt-Ei-Tag und zu Ostern) Vorsprachetermine bei den Verantwortlichen der jeweiligen Landesparteien zu den Anliegen der Geflügelwirtschaft. Gegebenenfalls werden anlassbezogen Pressekonferenzen und Pressearbeit im Namen des Verbandes durchgeführt.

Die ALGB hat 46 Mitglieder aus den verschiedenen Sparten der Geflügelwirtschaft: Junghennenaufzucht, Legehennenhaltung, Masthühnerhaltung und Putenmast – sowohl Bio und Konventionell.

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