ÖVP: Burgenland braucht Tourismus – Jobcenter, FPÖ weist Kritik zurück

Eisenstadt, 11. 10. 2018

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Der Tourismus ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Burgenland, der allerdings vermehrt unter Fachkräftemangel leidet. „Deswegen wollen wir ein Tourismus – Jobcenter einrichten, um die Position des Burgenlandes im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte zu stärken und die Entwicklung von Qualifizierungsangeboten zu unterstützen“, erklären Landesparteiobmann Thomas Steiner und Klubobmann Christian Sagartz. Im Programmprozess „Bereit für die Zukunft“ wurden auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Jobsituation im Tourismusbereich vorgestellt. „Wir haben echte Maßnahmen, um das Burgenland wieder an die Spitze zu bringen!“

Im Programmprozess „Bereit für die Zukunft“ wurden mit zahlreichen Tourismus- und Beherbergungsbetrieben intensive Gespräche geführt. „Es ist schwer, kompetente Mitarbeiter zu finden und diese auch langfristig zu binden, so der Tenor unserer Tourismusbetriebe“, betont Steiner die Herausforderungen der Gastronomie- und Tourismusbetriebe. Deshalb sind neue Strategien notwendig, um die Mitarbeiter in den Betrieben zu halten.

„Die Mitarbeitersuche muss strukturiert und zielgerichtet sein. Sozialkompetenz und die Spezialisierung auf den Arbeitsmarkt stellen einen neuen innovativen und österreichweit einzigartigen Zugang zur Situationsbewältigung dar“, erklärt Steiner die Zielsetzung der Forderung. Die Volkspartei regt daher die Gründung eines auf Tourismus spezialisiertes Jobcenters an. Ziel sollen neue, innovative Wege in der Rekrutierung, Betreuung und Qualifizierung von Mitarbeitern im Tourismus sein.

Konkret sind die Aufgaben und Ziele des Tourismus – Jobcenters:

  • Die vermehrte Kooperation mit Institutionen, Schulen und Betrieben in den Regionen.
  • Konzepte erstellen, die eine Bindung der Arbeitskräfte in der Region bzw. im Tourismus fördern.
  • Entwicklung von Qualifizierungsangeboten, die den Bedürfnissen der Betriebe und der Mitarbeiter/innen Rechnung tragen und die Qualität im burgenländischen Tourismus fördern.
  • Förderung von Jahresarbeitszeitmodellen vor allem für Saisonarbeiter. Diese sollen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen nach Saisonende haben.
  • Verstärkte Vernetzung mit vorhandenen Institutionen, wie z.B. Wirtschaftskammer und AMS.

 

Sagartz: Regionale Mangelliste soll fehlende Fachkräfte im Tourismus aufzeigen

Die im Jobgipfel der Regierung beschlossene „Mangelliste für Facharbeiter“ ist auf die einzelnen Regionen abzustimmen. „Damit werden nicht nur die bereits fehlenden Facharbeiter eruiert, sondern auch Berufe mit Zukunftsperspektiven und Jobgarantie aufgelistet“, erklärt Sagartz. Zu beachten sind auch die unterschiedlich verfügbaren Lehrstellen in den einzelnen Bundesländern. „Während in Tirol mehr Lehrlingsstellen im Tourismusbereich zur Verfügung stehen, sieht dies im Burgenland ganz anders aus“, erwähnt Sagartz und fordert: „Die Mangelliste der Fachkräfte muss die regionalen Unterschiede berücksichtigen“. Dies ist eine weitere Maßnahme, um bei den Lehrlingen anzusetzen, die die Facharbeiter von morgen darstellen.

Durch die Arbeitszeitflexibilisierung ist ebenfalls ein weiterer Schritt zu mehr freier Arbeitszeiteinteilung getan. „So kann in Spitzenzeiten länger gearbeitet werden, was gerade in der Tourismusbranche oft notwendig ist. Wiederum entstehen dadurch längere Freizeitblöcke für die Mitarbeiter“, erwähnt Sagartz und führt weiter aus: „Flexibilität und eine ausgeglichene work-life-balance sind in Zukunft immer wichtiger, um gut ausgebildete Mitarbeiter in der Gastronomie langfristig zu binden.“


Freiheitliche weisen ÖVP-Kritik deutlich zurück:
„Tourismus seit 2015 beständig auf Rekordniveau!“

Die ÖVP-Burgenland hat heute die Tourismuspolitik des Landes kritisiert. Obmann Thomas Steiner meinte, es sei „einfach keine Substanz da“, er sorge sich. Die Freiheitlichen, in der Landesregierung für Tourismus ressortzuständig, reagieren mit deutlichen Worten auf die Volkspartei.

Klubobmann Géza Molnár: „Die rot-blaue Landesregierung und Landesrat MMag. Alexander Petschnig liefern Jahr für Jahr immer neue Rekorde. Unter Zuständigkeit der ÖVP waren die Zahlen, die wir seit 2015 und aktuell haben, undenkbar. Schlechtmacher Steiner sollte sich überhaupt ruhig verhalten und lieber über sein Nächtigungsminus in Eisenstadt nachdenken.“

 

 

 

 

 

 

 

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