Experimente IN der Schule: Ja – Experimente MIT der Schule: Nein

Wien, 3. 10. 2018

Ziffernnoten, Sitzenbleiben in der Volksschule, zurück zum ‚A- und B-Zug‘ der alten Hauptschule – das und mehr droht mit dem „Retro-Pädagogik-Paket“ von VP-Bildungsminister Faßmann

spö
NR, Bgm. Erwin Preiner, SPÖ

„Die verpflichtende Wiedereinführung der Ziffernnoten in der Volksschule, Sitzenbleiben ab der 2. Klasse Volksschule, der Weg hin zur Wiedereinführung von A- und B-Zug in Mathematik, Deutsch und Englisch in der NMS, wohin soll das führen? Ist eine soziale Aufteilung geplant? Sollen Randgruppen „erzeugt“ werden?“, zeigt sich PREINER fassungslos.

„Als ehemaliger Pädagoge sehe ich hier einen massiven Rückschritt in der Bildungspolitik, der den Kindern nur Verschlechterungen bringt „, so der burgenländische SP-Mandatar und Mitglied des Unterrichtsausschusses im Parlament, Erwin PREINER.

Erfolgreiches Lernen funktioniert durch gezielte Unterstützung und Förderung. Druck und Sanktionen sind der falsche Weg. Die Zukunft braucht Individualisierung, Differenzierung und kleine Gruppen. Durch A- und B-Zug werden soziale Unterschiede bewusst geschaffen.

„Gleichzeitig werden auch tausende engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die jahrelange Arbeit investiert haben, quasi entmündigt. Vier Jahre nach der Umbenennung aller Hauptschulen in Neue Mittelschulen kommt wieder ein neues Türschild. Die „Neue Mittelschule“ heißt zukünftig „Mittelschule“ mit zwei Leistungsniveaus.

„Im Burgenland ist die Neue Mittelschule sehr gut aufgestellt. Es liegt nicht daran, wie das System ist, sondern wie die Lehrer im Unterricht agieren und auf die Schüler eingehen. Ein Rezept, das die Bundesregierung ausprobieren sollte: Miteinander reden. Aufeinander schauen,“ schloss PREINER.

„VP-Bildungsminister Faßmann kann sich vom erfolgreichen burgenländischen Bildungsweg einiges abschauen,“ lädt SP-NR Erwin PREINER den Minister zu einem Besuch in einer burgenländischen NMS ein.

Aus Sicht Faßmanns sicher ein wichtiger Grund für sein Retro-Pädagogik-Paket: Die Regierungsmehrheit hat im Nationalrat beschlossen, dass es 2019 um 14 Mio. Euro weniger für Pflichtschullehrer geben wird. Einsparen trotz steigender Herausforderungen im Bildungsbereich. „Ich verweise hier nur auf Inklusionspädagogik und Integration, wo mehr Personal erforderlich ist. Diese VP-Bildungspolitik bedeutet Sparen bei den Schwächsten, den Kindern. Chancengleichheit sieht ganz anders aus. Für diese Retropolitik stelle ich Minister Faßmann ein glattes Nichtgenügend aus“, schloss PREINER.

 

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