Neue digitale Leitzentrale der Raaberbahn in Betrieb genommen

Wulkaprodersdorf, 1. 10. 2018

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Digitale Betriebsfernsteueranlage am Bahnhof Wulkaprodersdorf und digitale Stellwerksanlagen steigern Verkehrssicherheit und Pünktlichkeit der Züge weiter

Mit der neuen digitalen Betriebsfernsteuerleitzentrale am Bahnhof Wulkaprodersdorf wurde heute, Montag, eines der größten Investitionsprojekte der Raaberbahn AG im Bereich der Digitalisierung und Sicherheit durch Bundesminister Norbert Hofer, Landeshauptmann Hans Niessl und Dr. Hana Dellemann, Vize-Generaldirektorin der ungarisch-österreichischen Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG, feierlich in Betrieb genommen. Die Sicherungsanlagen auf der 26 Kilometer langen österreichischen Strecke der Raaberbahn wurden mit einer Investitionssumme von 9,8 Millionen Euro umgebaut und auf eine automatisierte Steuerung umgestellt.  Die neue digitale Betriebsfernsteueranlage ermöglicht nicht nur die Fernsteuerung der Raaberbahn-Strecke, sondern auch der Neusiedler Seebahn. Die Raaberbahn beschäftigt rund 170 Mitarbeiter in Österreich.

Im Rahmen des Projektes wurden die Betriebsfernsteuerzentrale am Bahnhof Wulkaprodersdorf errichtet sowie alle Stellwerke an den Bahnhöfen mit einer modernen Stellwerktechnik ausgerüstet. Die Steuerung und Automatisierung des Systems erfolgt über ein modernes Managementsystem für integrierte Netz- und Verkehrsleitzentralen; das Managementsystem unterstützt auch die Pünktlichkeit der Züge auf dem gesamten Streckennetz. Die Stellwerke an den Bahnhöfen sind an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung angeschlossen, um eine dauerhafte Verfügbarkeit zu garantieren. Auch die rechnergesteuerten Sicherungsanlagen an den Eisenbahnkreuzungen werden per Fernüberwachung bedient.

Landeshauptmann Hans Niessl und Bundesminister Norbert Hofer betonten, dass alle Anstrengungen und Investitionen, die es in den öffentlichen Verkehr gibt, auch Wirkung zeigen. „Das sehen wir an der Entwicklung der Fahrgastzahlen. Raaberbahn und Neusiedler Seebahn haben seit 2012 ein Plus mehr als 15% bei den Fahrgästen erzielt. Die Investition in die Digitalisierung ist eine ganz wichtige Investition in die Sicherheit der Fahrgäste, der Pendlerinnen und Pendler. Das ist eine weitere Investition in die Zukunft der Raaberbahn“, so der Landeshauptmann. Diesen Weg müsse man auch in Zukunft fortsetzen, so Niessl. Allein 2018 nehme das Burgenland rund 21 Millionen Euro zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs in die Hand. „Investitionen in Technik und Infrastruktur sind wichtig. Wichtig ist es aber auch, dass in die Mitarbeiter investiert wird. Bei der Raaberbahn ist das der Fall. Im September 2017 wurde mit der Ausbildung von Lokführern begonnen, jetzt im September ist ein weiterer Kurs gestartet. Zusätzlich bildet die Raaberbahn auch Lehrlinge aus“, so Niessl. Die Raaberbahn beschäftigt rund 170 Mitarbeiter in Österreich.

Die Investition sei „die Umsetzung eines technischen Meilensteines“, so Dellemann. Die Vorteile der neuen Technik lägen auf der Hand, so die Vize-Generaldirektorin: „Die Abwicklung von Zugkreuzung ist automatisiert möglich. Durch die moderne digitale Anlage wird das ohnehin schon hohe Maß an Sicherheit und Pünktlichkeit der Züge weiter gesteigert“. Auch die Technik bei der Kommunikation habe man im Rahmen der Investition vom analogen Zugfunk auf digitalen GSM-R Zugfunk umgestellt, so Dellemann. Neu eingesetzt werden moderne Lichtwellenleiter für die Datenübertragung zwischen den Bahnhöfen sowie den Eisenbahnkreuzungsanlagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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