Ilse Benkö, 3. Landtagspräsidentin, warnt vor Frauenvolksbegehren

Eisenstadt, 1. 10. 2018

Kann man als selbstbewusste und selbstdenkende Frau nicht unterschreiben.

Ab heute, Montag, können wahlberechtigte Bürger das so genannte Frauenvolksbegehren per Unterschrift unterstützen. Die Initiatoren fordern unter anderem die Einführung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, ferner kostenlose Abtreibungen, außerdem das Verbot freizügiger Werbung, verpflichtende Frauenquoten auf Wahlvorschlägen und leichtere Familienzusammenführung.

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3. LT-Präs. Ilse Benkö, FPÖ

Während die SPÖ-Burgenland das Volksbegehren unterstützt, warnt die FPÖ in der Person der Dritten Landtagspräsidentin Ilse Benkö ausdrücklich wie eindringlich vor der Initiative: „Nur weil’s Frauenvolksbegehren heißt, hilft’s den Frauen noch lange nicht. Im Gegenteil. Das, was hier gefordert wird, kann man als selbstbewusste und selbstdenkende Frau keinesfalls unterstützen.“

Ilse Benkö führt exemplarisch aus: „Wer unterschreibt, spricht sich für mehr Migration aus – gerade aus jenen Kulturkreisen dieser Welt, in denen Frauen nichts wert sind. Leichtere Familienzusammenführung bedeutet in diesem Fall, dass man vor allem auch jenen Männern die Einreise nach Österreich erleichtern möchte, die Frauenrechte mit Füßen treten. Als österreichische Politikerin kann ich das nicht unterstützen.“

Andere Ziele des Volksbegehrens seien nicht minder nachteilig für österreichische Frauen. „Die generelle 30-Stunden-Woche klingt vielleicht gut, würde aber unmittelbar massenhaft Arbeitsplätze vernichten. Welcher Frau wäre damit, bitteschön, geholfen? 50-Prozent-Quoten auf Wahllisten stellen die Demokratie infrage – und Quoten entwerten uns Frauen“, so die Dritte Landtagspräsidentin.

Kostenlose Abtreibungen werden von Ilse Benkö ebenso abgelehnt: „Das Ziel muss doch lauten, die Zahl von Abtreibungen möglichst gering zu halten. Wir müssen junge Frauen aufklären und ihnen in schwierigen Lebenslagen die notwendige Unterstützung geben. Eine Gesellschaft, die das ungeborene Leben nicht schätzt, wird auch vor Frauenrechten keinen Respekt haben.“

Die FPÖ-Politikerin hält fest: „Wir Frauen wollen gleich an Rechten und an Chancen sein. Uns ist nicht gedient, wenn Gleichmacherei erfolgt und wir unsichtbar gemacht werden. Warum sollen weibliche Reize aus der Werbung und dem öffentlichen Raum verbannt werden? Wie eine solche Gesellschaft aussieht, kennen wir aus anderen Erdteilen.“

 

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