Das Frauenhaus Burgenland ruft zum Frauenvolksbegehren

Erhebt eure Stimme!

Die Eintragungswoche zum Frauenvolksbegehren 2.0 ist beschlossene Sache! In der Woche vom 1. bis zum 8. Oktober sind alle Menschen, die bislang noch keine Unterstützungserklärung zum Frauenvolksbegehren abgegeben haben, eingeladen dieses zu unterzeichnen! „Das Frauenvolksbegehren stieß bislang auf große Resonanz in der Öffentlichkeit. So haben österreichweit bereits über 200.000 Menschen ihre Stimme für die Gleichstellung von Frauen und Männern gegeben“, freut sich Gabriele Arenberger (Vorsitzende des Vereins „Die Treppe“).

Ihre Unterschrift bewegt!

Mit Ihrer Unterschrift können Sie sich für die Gleichstellung von Frauen in Österreich stark machen! Jede Einzelne und jeder Einzelne hat in dieser Woche die Macht etwas zu verändern und in Richtung einer fairen Zukunft zu bewegen! Denn gemeinsam sind wir stark, laut und unüberhörbar! Bei gesammelten 100.000 Stimmen DARF selbst die Regierung nicht mehr weghören und muss die Anliegen seiner Bürger und Bürgerinnen für ein faires Miteinander im Parlament behandeln.

Kerstin Bedenik (Sozialarbeiterin des Frauenhauses) erklärt hierzu: „Auch 2018 sind Frauen allein aufgrund ihres sozialen Status als Frau immer wieder Gewalt und Ausgrenzung ausgesetzt – egal ob im häuslichen Bereich („Kümmer` dich um die Kinder!“, „Wann steht das Essen auf dem Tisch?“, „Wo warst du so lange?!“), auf der Straße („Hey Schnitte!“, „Geiler Arsch!“, „Du Schlampe glaubst wohl du bist zu gut für mich?!“) oder auf struktureller Ebene („Mach mir einen Kaffee!“, „Das war doch nur ein Kompliment.“, „Du bist zu jung und gehst sicher bald in Karenz!“).“ Mit dem Frauenvolksbegehren treten wir Österreicherinnen und Österreicher für Gerechtigkeit, Wahlfreiheit und Chancengleichheit für alle Menschen ein! Im Einzelnen werden folgende Forderungen gestellt:

  • Gerechte Entlohnung für Frauen und Männer! Jede Frau muss heuer im Durchschnitt 58 Tage länger arbeiten, um das gleiche Jahreseinkommen wie ein Mann zu erzielen. Das ist nicht fair!

 

  • Gleiche Macht für Alle! Obwohl Frauen mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung darstellen, sind sie in wichtigen Entscheidungsgremien und Führungspositionen massiv unterrepräsentiert. Das ist nicht fair!

 

  • Gerechte Aufteilung der un/bezahlten Arbeit auf Männer und Frauen! Mit der Pflege der Jungen und Alten stemmen Frauen mehr als 2/3 der unbezahlten Arbeit in Österreich. Genauso arbeitet der Großteil der Frauen (unfreiwillig) in Teilzeitjobs. Bei Lohn und Pension wird dies nicht berücksichtigt. Das ist nicht fair!

 

  • Gerechte finanzielle Unterstützung für Mütter und Väter! Wenn der Vater und Erzeuger keinen Unterhalt zahlt, springt der Staat nicht immer ein! Die Kosten trägt in jedem Fall die Mutter. Das ist nicht fair!

 

  • Gerechte Kinderbetreuung und berufliche Wahlfreiheit für Alle! Kinderbetreuung ist häufig weder flächendeckend, noch leistbar. Das bindet Mütter oft an Teilzeitjobs. Das ist nicht fair!

 

  • Sexuelle Selbstbestimmung für Alle! Jede Frau soll selbstbestimmt über ihren Körper, ihre Sexualität und Lust sowie ihre Schwangerschaft bestimmen. Mangelnde Unterstützungs- und Aufklärungsangebote sowie gesellschaftliche Vorurteile sind allgegenwertig. Das ist nicht fair!

 

  • Entwicklungsfreiheit für Frauen und Männer! Die Verbreitung von Geschlechterklischees über Werbung, Spielzeug und Schulbücher findet noch immer statt. Das ist nicht fair!

 

  • Recht auf ein Leben ohne Gewalt für Alle! Gesellschaftliche Tabuisierung und Verharmlosung von Gewalt an Mädchen und Frauen ist weit verbreitet. Das ist nicht fair!

 

  • Gleichen Schutz für Frauen und Männer vor sexueller Ausbeutung! Menschenhandel und sexuelle Gewalt betrifft zu einem großen Teil Frauen ohne jede Perspektive. Das ist nicht fair!

 

Darum mach mit!

Wenn Sie sich selbst betätigen und aktiv werden wollen, sind Sie herzlich eingeladen mitzumachen. Nähre Informationen hierzu finden Sie unter www.frauenvolksbegehren.at/mitmachen!

„Auch wir Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Burgenland wollen uns aktiv engagieren und auf die Straße gehen, um auf die oben genannten Missstände hinzuweisen und Passantinnen und Passanten  zum Mitmachen und Unterschreiben zu bewegen“, zeigt sich Julia Pauschenwein (Kinder- und Jugendpsychologin im Frauenhaus) motiviert. Als Mitarbeiterinnen des Frauenhauses sind wir tagtäglich mit den Auswirkungen der Ungleichheit in Österreich konfrontiert! Wir wenden uns daher an jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin unseres wunderbaren Landes uns Frauen bei diesem Anliegen zu unterstützen und für eine gemeinsame, gleichberechtigte Zukunft einzutreten: Damit wir unseren Töchtern, Enkeltöchtern und Urenkeltöchtern eine bessere Zukunft bieten können!

Gemeinsam sind wir mehr!

frauenhaus

 

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