SC Pinkafeld – SV Klöcher Bau Oberwart

Pinkafeld, 22. 9. 2018

Burgenlandliga / 8. Runde
Sa, 22.09.2018, 18:00 Uhr, Sportanlage Pinkafeld, 700 ZS, SR H. Tekeli
SC Pinkafeld – SV Klöcher Bau Oberwart  1:0 (0:0)

SC Pinkafeld:
Diridl; Luif, Gamperl, Hagenauer, Kosnik, Plank, Nagy, Prochazka (87. Oberrisser), Kirnbauer (72. Hart), Sperl, Saurer
SV Klöcher Bau Oberwart:
Benkö; C. Koch, Faszl, K. Koch, Müllner; L. Horvath (68. Zapfel), Adorjan (68. M. Farkas), Pomper, D. Farkas (85. Penzinger), Gergö; Herrklotz

Tor:
1:0 Saurer  (53.)

sport

Es ist zum verrückt werden !!!

Hätte man alle Oberwarter verletzten, gesperrten, entschuldigt und unentschuldigt ferngebliebenen Spieler zu einem gemeinschaftlichen Foto gebeten, dann hätte man fast ein halbes Team-Foto zusammengebracht. Coach Jürgen Halper musste heute eine Mannschaft zusammenbasteln, die zu mehr als 50 % aus Spielern bestand, die 18 Jahre oder gar noch jünger sind.

Es ist tatsächlich zum Haare raufen, um 13:00 Uhr meldet sich der seit gestern verheiratete Gabor Sipos und teilt lapidar mit, dass er nicht kommen kann. Peter Lehner nimmt an der Hochzeit seiner Schwester teil, Enes Ejubovic hat für seine rote Karte aus dem letzten Match eine Sperre von zwei Spielen ausgefasst. Dazu die Langzeitverletzten Maximilian Neubauer, Michael Steiner, Lukas Tegischer und Adam Balla – der Chef-Trainer mutiert heute zum Improvisationskünstler und schickt sein buchstäblich letztes Aufgebot auf den Platz. In der Startelf erstmals der 16-jährige Kilian Koch, der – das sei vorweggenommen – ein ganz ausgezeichnetes Debüt absolviert hat, ebenso wie Lukas Horvath, der zwar nach knapp 70 Minuten einer zusätzlichen Offensivkraft weichen musste, aber auf der rechten Seite eine starke Leistung abgeliefert hat. Bereits nach drei Minuten eine Riesenchance für die Heimischen, aber Didi Benkö rettet mit einem tollen Reflex, fünf MInuten später die erste gute Möglichkeit für Oberwart, Peter Gergö verfehlt jedoch die gut getimte Freistoßflanke von Andreas Müllner um Millimeter. In der Folge entwickelt sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe agieren, Oberwart ist im Feld die etwas bessere Mannschaft, auch wenn Pinkafeld die eine oder andere Chance mehr erarbeitet. Der torlose Spielstand ist leistungsgerecht, die rund 700 Zuschauer sehen ein passables Spiel der beiden Erzrivalen.

Nach dem Seitenwechsel verweigert Schiri Habip Tekeli den Gästen einen klaren Elfmeter. Dass sich der Unparteiische nach dem Schlusspfiff bei Jürgen Halper für diese Fehlentscheidung entschuldigt, ehrt ihn zwar, aber davon kann sich die SV Klöcher Bau Oberwart nichts kaufen. Bei den folgenden Angriffen der  Pinkafelder kann sich Torhüter Didi Benkö ein ums andere Mal auszeichnen, nach 53 Minuten passiert ihm allerdings ein Malheur, als er sich einen Eckball ins eigene Tor schlägt (als offizieller Torschütze wird vom Referee aber Saurer angegeben, daher wird dies auch in den Spielbericht übernommen). Wenn man in der Tabelle unten drinsteht, gehört so etwas zur Tagesordnung, es ist einfach das Gesetz der Serie. Jürgen Halper reagiert und bringt mit dem ebenfalls erst 16-jährigen Lukas Zapfel und Old-Boy Marc Farkas weitere Offensivkräfte ins Spiel. Der Druck der Oberwarter nimmt mehr und mehr zu, ein Treffer will aber nicht gelingen. Auch eine fast sieben Minuten lange Nachspielzeit ändert nichts mehr, die SV Klöcher Bau Oberwart muss sich im Derby dem SC Pinkafeld mit 0:1 geschlagen geben.

Präsident Gerhard Horn:
„Man kann dieser Mannschaft einfach keinen Vorwurf machen, alle haben gekämpft bis zum Umfallen. Dass sich trotz starker Leistung Didi Benkö den Ball ins eigene Tor schlägt oder dass uns der Schiedsrichter einen glasklaren Elfmeter verweigert, passt haargenau in unsere Situation. Aber allen, die jetzt darauf warten, sei ins ganz dezidiert Stammbuch geschrieben: Es gibt keine, ich wiederhole absolut keine Trainerdiskussion bei der SV Klöcher Bau Oberwart und bevor der Trainer in Frage gestellt wird, müsste vorher noch eine Präsidentendiskussion geführt werden und ich denke, beides wäre für den Verein nicht gut.“

 

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