Unter den Besuchern war auch Parteichef Christian Kern, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und sein Vorgänger Michael Häupl, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und auch reichlich Prominenz aus dem Bund. 

SPÖ-Landesparteitag: FPÖ dankt Hans Niessl und gratuliert neuem Vorsitzenden Hans Peter Doskozil

Eisenstadt, am 08.09.2018 (FPD) – Landesrat Mag. Hans Peter Doskozil wurde heute beim Landesparteitag der SPÖ in Oberwart zum neuen Landesparteivorsitzenden gewählt. Er folgt damit Landeshauptmann Hans Niessl nach fast 18 Jahren an der Spitze der Sozialdemokraten nach. Als Landeshauptmann soll Doskozil Niessl im ersten Quartal 2019 ablösen.

Tschürtz: „Niessl stets ein ehrenhaftes Gegenüber, hat 2015 Mut bewiesen.“
Der Landesparteiobmann des Koalitionspartners FPÖ, LH-Stv. Johann Tschürtz, spricht Niessl gegenüber dem Freiheitlichen Pressedienst Dank und Anerkennung aus:

„Hans Niessl war stets ein ehrenhaftes Gegenüber als Parteichef, ein guter und fairer Kollege, ein Mann mit Handschlagqualität – auch in den langen Jahren, in denen ich ihm im Landtag als Oppositionsführer gegenübergestanden bin. Das war zweifelsfrei die Basis dafür, dass wir im Jahr 2015 als Koalitionspartner zusammenfinden konnten.

Mit seiner damaligen Entscheidung als Landesparteivorsitzender, den Ausgrenzungswahn der SPÖ gegen uns Freiheitliche zu brechen, hat er großen Mut bewiesen – das war intern sicher nicht die einfachste Zeit für ihn. Er hat damit aber auch bewiesen, dass er das Ohr am Wähler hat, ein vorbildlicher Demokrat ist. Ich bedanke mich herzlich bei ihm.“

Dem neuen SPÖ-Parteivorsitzenden gratuliert Tschürtz: „Ich gratuliere Hans Peter Doskozil zu seiner Wahl und wünsche ihm für seine neue Aufgabe alles Gute. Die vergangenen Monate durften wir ja schon gemeinsam als Kollegen in der Regierung verbringen und auf Grundlage dieser Erfahrungen freue ich mich auf die weitere, gute Zusammenarbeit unserer Parteien.“

Freiheitliche Mandatare werden Doskozil zum Landeshauptmann wählen
Dankesworten und Gratulationen schließt sich auch der Freiheitliche Landtagsklub an. FPÖ-Klubobmann Géza Molnár bestätigt zudem einmal mehr:

„Selbstverständlich wird die Wahl Hans Peter Doskozils zum Landeshauptmann auch mit den Stimmen der FPÖ-Abgeordneten erfolgen – wie schon seine Wahl zum Landesrat. Einerseits entspricht das dem Koalitionsvertrag, andererseits geht es aber vor allem darum, den rot-blauen Weg für das Burgenland nahtlos und erfolgreich bis zur Wahl 2020 fortzusetzen.“


Steiner: Muss jetzt endlich wieder ums Burgenland gehen

Schluss mit den internen Grabenkämpfen und Nachfolgedebatten – hin zu den wichtigen Themen des Landes, fordern Landesparteiobmann Thomas Steiner und Geschäftsführer Christoph Wolf von Neo-SPÖ-Parteichef Doskozil. „Seit einem Jahr dreht sich in der SPÖ alles nur mehr um interne Personaldiskussionen, was auf der Strecke bleibt, ist das Burgenland. Mit dem Parteitag hat das hoffentlich ein Ende. Im Landhaus muss es jetzt wieder ums Burgenland gehen und nicht um SPÖ-Interna“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner, der weiter betont: „Die Burgenländer erwarten sich zu Recht eine Regierung, die sich um die Baustellen und Herausforderungen kümmert.“

Landesgeschäftsführer Wolf dazu: „Seit über einem Jahr gibt’s aber nur Ankündigungen, denen keine Taten folgen. Das Motto ‚Nicht Streiten‘ ist zwar ein Schönes, aber zu wenig. Es muss schon auch für das Land gearbeitet werden. Rot-Blau muss endlich in den Arbeitsmodus kommen.“

Beide appellieren an Doskozil jetzt auch einen anderen Stil zu pflegen: „Weg mit den reflexartigen Beißereien Richtung Bundesregierung, weg mit der Geheimniskrämerei und hin zur Sachlichkeit und Transparenz.“ Im 21. Jahrhundert hat diese Politik nichts verloren. „Es wird sich weisen, ob mit Doskozil dieser ausgelutschte, alte Trampelpfad von der SPÖ verlassen wird. Hoffnung darauf gibt es wenig. Denn gerade auch in Doskozils Bereichen ist außer großen Ankündigungen und Stillschweigeabkommen nichts passiert.“ Und währenddessen fällt das Land weiter in vielen Bereichen zurück. Die von der SPÖ-verursachten riesigen Baustellen werden nicht abgearbeitet, sondern durch Intransparenz und Stillschweigen weiter kaschiert oder sogar vertuscht.