Die Landwirtschaft der Zukunft braucht mehr als steigende Hilfszahlungen!

Wien, 7. 9. 2018

SP-NR PREINER: Hitze, Dürre, Katastrophen, Ernteausfälle, Schäden in Millionenhöhe – die Landwirtschaft der Zukunft braucht mehr als steigende Hilfszahlungen!

Das aktuelle Dürrehilfe-Paket der Bundesregierung umfasst zwar Maßnahmen im Bereich Agrarversicherungen, Kreditstundungen und Maßnahmen zur Wiederaufforstung in den Wäldern und stellt rund 60 Mio. Euro zusätzlich bereit. „Aber der Fokus muss in die Zukunft gerichtet werden“, so der SP-Agrarsprecher im Parlament.

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Bgm. NR Erwin Preiner

„Keine andere Branche ist dem Klimawandel so direkt ausgesetzt, wie die Landwirtschaft. Es besteht die dringende Notwendigkeit nach einer Umstellung. Die Landwirtschaft benötigt viel Wasser; Pflanzen, die weniger intensiv bewässert werden müssen und dennoch gute Erträge liefern, sind ein wichtiges Ziel der gentechnikfreien Pflanzenzüchtung. Bis zu neuen dürretoleranten Pflanzensorten ist es ein weiter, schwieriger Weg, der gefordert und gefördert werden muss!“, so SP-Mandatar und Bereichssprecher für Landwirtschaft und ländlichen Raum, PREINER.

„Statt langfristig immer mehr Geld der öffentlichen Hand für Katastrophenfälle und Ernteausfälle bereitzustellen, muss die Forschung und Entwicklung finanziell ausreichend ausgestattet werden, um unter Einhaltung der GVO-Freiheit nachhaltig in der Pflanzenzüchtung zu forschen. Hitze- und Dürreresistenz müssen Priorität 1 haben“, so PREINER.

„Die industrielle Landwirtschaft, der Weg der Agrarkonzerne, der von der Bundesregierung unterstützt wird, führt in eine Sackgasse. Die in den letzten Jahrzehnten angewandten Methoden der Produktivitätssteigerung, vor allem der stark gestiegene Einsatz von Mineraldüngern und Pestiziden, haben die Umwelt schwer geschädigt. Ein Umdenken ist daher JETZT erforderlich! Nachhaltigkeit darf nicht zum Schlagwort verkommen!“, so der SP-Agarsprecher.

Die weltweite Nachfrage nach Getreide wird bis 2050 um geschätzte 75 Prozent zunehmen, die nach Fleisch wird sich, wenn kein Umdenken stattfindet, verdoppeln.

„Die zentrale Frage lautet daher: Wie muss die Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Eine optimierte bäuerliche Landwirtschaft, die zur Einbindung in natürliche Ökosysteme und damit zur ökologischen Nachhaltigkeit führt. Wir brauchen endlich ein wirksames Pestizidreduktions- und Bienenschutzprogamm. Bei beidem ist das Landwirtschaftsministerium sträflich säumig. Der Biolandbau nutzt die Funktionsprinzipien des Ökosystems Erde, um die Leistungsfähigkeit des bewirtschafteten Landes zu steigern und baut auf die Wirkungskette “gesunder Boden – gesunde Pflanzen – gesunde Tiere – gesunde Menschen. Zahlreiche Studien und der Weltagrarbericht zeigen, dass der Bio-Landbau auch für eine wachsende Weltbevölkerung genügend Lebensmittel erzeugen kann”, schließt PREINER, der einen Ausbau der Biolandwirtschaft in Österreich von derzeit 22 % auf 35 % im Jahr 2025 fordert.

 

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