Darabos steuert auf Pflegenotstand zu!

Eisenstadt, 6. 9. 2018

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Den ganzen Sommer war die Volkspartei mit dem Schwerpunktthema Pflege im Land unterwegs. „Wir haben beim Dialog Pflegen vor allem eines getan: Den Pflegefachkräften, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen zugehört“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. Mit jedem Gespräch wurde für ihn und seinen Klubobmann Christian Sagartz klarer, dass der zuständige Landesrat Darabos dieses wichtige Thema einfach nicht in den Griff bekommt: „Darabos tut nicht einmal etwas Falsches, er tut einfach gar nichts und lässt das Land sehenden Auges auf einen Pflegenotstand zusteuern.“ Im Gegensatz zu der Sozialdemokratie hat die Volkspartei  nun einen Katalog mit konkreten und dringlichen Maßnahmen geschnürt.

„Wenn hier weiter nichts getan wird, kann Rot-Blau in Zukunft nicht mehr gewährleisten, dass die Burgenländer optimal versorgt werden und eine  entsprechende Anzahl an Pflegeplätzen sowie mobilen Betreuungseinheiten vorhanden ist“, so Steiner, der weiter betont: „Die Burgenländerinnen und Burgenländer müssen sich darauf verlassen können, dass rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt werden, damit die Pflege und Betreuung in Zukunft gesichert ist.“

Unter anderem ist es dringend notwendig, dass der Personalschlüssel überarbeitet wird. Steiner erklärt: „: „Es gibt in den Bundesländern unterschiedliche Pflegeschlüssel, die eine jeweils unterschiedliche Anzahl von Fachkräften für die Betreuung der Pflegebedürftigen erforderlich machen. Wir müssen hier gleiche Bedingungen herstellen – damit es zu keinen künstlichen Verteuerungen kommt. Selbstverständlich ohne, dass die Qualität darunter leidet“. Dazu müssen die Zuschüsse zur mobilen Hauskrankenpflege einkommensabhängig gestaffelt und die Dokumentationspflichten entrümpelt werden. Steiner dazu: „Wenn die Pflegefachkräfte im Heim bald mehr den Computer pflegen, wie die Menschen, dann stimmt etwas nicht.“ Die immer weniger werdende Zeit am Menschen macht vielen diese Berufswahl madig, denn „das ist mehr Berufung als Beruf – eine Mensch der diesen Bereich anstrebt, will anderen Menschen helfen und nicht am PC sitzen will.“

Sagartz: „Darabos handelt grob fahrlässig“

Steiner und Sagartz erneuern ebenfalls ihre Forderung nach dem Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege (BEP). Statt diesem hat Darabos nun einen Pflegeatlas präsentiert, den es – in gedruckter Form – noch dazu noch gar nicht gibt. Sagartz dazu: „Das was da abläuft, kann man nur mehr als grob fahrlässig bezeichnet werden.“

„Dass das Darabos noch nicht zu dumm ist, jedes Mal aufs Neue eine neue Ausrede für das Fehlen des Bedarfs- und Entwicklungsplanes zu erfinden. Jetzt ist es eine Umfrage über den Bedarf, deren Ergebnis wir schon alle kennen“, so Klubobmann Christian Sagartz. Denn die Burgenländer  wünschen sich vor allem, zu Hause in den eigenen vier Wänden alt werden zu können. Dabei gibt es bis dato aber keine Garantie auf eine qualitativ hochwertige Betreuung. „Uns ist bewusst, dass wir den Betreuungsbedarf ohne Kräfte aus dem Ausland nicht decken können. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir ein Gütesiegel schaffen, das eine qualitativ hochwertige Betreuung von Angehörigen garantiert“, ist der ÖVP-Klubobmann überzeugt. Ein weiterer Weg um dem steigenden Pflegebedarf auch personell Herr zu werden ist die der Pflegelehrberuf:  „Viele Jugendliche können sich einen sozialen Beruf vorstellen, möchten aber nach Absolvierung der Pflichtschule direkt mit einer nachfolgenden Ausbildung beginnen.“

Die konkreten Maßnahmen der Volkspartei Burgenland:

  • Pflege Bedarfsentwicklungsplan
  • Entrümpelung der Dokumentationspflichten
  • Zuschüsse zur mobilen Hauskrankenpflege einkommensabhängig Staffeln
  • Überarbeitung des Personalschlüssels
  • Überprüfung der Höhe des Pflegegeldes
  • Gütesiegel für Agenturen in der 24h-Betreuung
  • Qualifiziertes Personal: Evaluierung der Ausbildungsplätze im Burgenland
  • Ausbau von Tagesheimplätzen
  • Schaffung eines Pflegelehrberufes im Anschluss an die Pflichtschule

 

Dazu wird die Volkspartei des Themas der Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige annehmen. „Alle Maßnahmen und Ideen zusammen werden wir in einem Paket auch in den Landtag einbringen“, erklären Steiner und Sagartz unisono.

 

 

 

 

 

 

 

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