Tourismusinitiativen fürs Burgenland

Eisenstadt, 30. 8. 2018

Die Nächtigungszahlen im Tourismus blieben in den letzten 10 Jahren leider auf konstantem Niveau. „Laut aktuellen Nächtigungsstatistiken erreicht das Burgenland sogar ein Minus von 0,7% im Juli. Im Jahresschnitt nur ein leichtes Plus, während andere Bundesländer Wachstumszahlen aufweisen. Hier gibt es noch enormes Verbesserungspotential“, so der Landesparteiobmann. Wir fordern ein ‚Tourismus-Investitions-Paket‘, damit das Burgenland national und international konkurrenzfähiger wird.

övp 

Steiner: Tourismus im Burgenland definitiv ausbaufähig

Durch die Senkung der Mehrwertsteuer von 13% auf 10% ist eine weitere Quelle für Investitionen im Tourismus passiert. „Schade, dass bei diesem wichtigen Schritt für die Regionen die SPÖ nicht mitgestimmt hat“, bedauert Steiner und betont: „Sowohl etablierte Tourismuseinrichtungen als auch der sanfte Tourismus profitieren davon. Gerade im Burgenland ist die touristische Wertschöpfung je nach Region unterschiedlich.“ Es gehe nicht darum, einzelne Zentren zu fördern, sondern allen Tourismusregionen eine Chance zu geben.

Das Burgenland weist auch in diesem Jahr mit plus 1,9% das geringste Wachstum im Bundesländervergleich auf und liegt somit am letzten Platz. „Während Salzburg (+4,8%) und Tirol (+5,7%) im zweiten Jahresquartal einen deutlichen Zuwachs der Übernächtigungen verzeichnen, liegt der Nächtigungszuwachs im Burgenland gerade bei 0,1%.[1] Im Juli wurden bei den Nächtigungen sogar ein leichtes Minus (-0,7%) erreicht“, zeigt sich der Landesparteiobmann besorgt.

Dies ist eine logische Folge, da im Burgenland kaum Geld im Tourismus investiert wird. Von den budgetierten Mitteln werden letztendlich nur bestehende Tourismusbereiche gefördert, kaum neue Betriebe und Ideen. „Es braucht Investitionen in neue Regionen, die erschlossen werden und in den Ausbau bestehender Betriebe, die Potential aufweisen“, erklärt Steiner. Im Burgenland gibt es einzigartige Betriebe, die die Besonderheit unseres Bundeslandes hervorheben. „Ins Burgenland kommen gerne unterschiedliche Touristengruppen und wir bieten von allem etwas: Im gesamten Burgenland sind ruhige Urlaubstage, diverse Sportmöglichkeiten, über Kulturveranstaltungen bis hin zu saisonalen und regionalen Veranstaltungen gegeben“, erklärt Steiner.

„Wir fordern daher ein „Tourismus-Investitions-Paket“ in Höhe von 10 Millionen, um auch neue, touristische Plätze und Einrichtungen zu erschließen“, fordert Steiner und erklärt weiter: „Vor allem der Tages- und Kulturtourismus sind wichtige Pfeiler unserer Wirtschaft. Es ist unverständlich, dass die geplanten Investitionen – wie z.B. der Therme Lutzmannsburg – noch immer ausständig sind.“

 

Strommer: Investitionen in Tourismus notwendig

Auch der letzte Rechnungshofbericht bestätigt die hohen Ausgaben ohne Wirkung im Tourismusbereich. „So sind 75% der Sponsoringausgaben einer einzigen Organisation zugeflossen, die viel besser in den gesamten Tourismus im Burgenland investiert gehört hätten“, hebt Strommer hervor. In der Gesellschaft gab und gibt es weder Ziel- oder Aufgabenformulierungen, noch geeignete Steuerungs- und Kontrollinstrumente laut Rechnungshofbericht. „Damit bestätigt sich auch im Tourismusbereich, dass dort, wo Rot-Blau draufsteht, Chaos und Missbrauch drinnen ist“, weist Strommer auf die Feststellungen des Burgenländischen Rechnungshofes hin. Erst durch diesen Rechnungshofbericht haben wir erfahren, dass der bisherige Direktor Baier 17 Monatsgehälter an Abfertigung bekommen hat. Auch hier berief sich Rot-Blau auf Stillschweigen. Nur mit einer gezielten Unterstützung für Tourismusbetriebe kann auch das Burgenland gegenüber den Nachbarregionen konkurrenzfähig bleiben.

„In Illmitz – bei 1.307 Nächtigungsbetten – erreichen wir zwischen 140.000 und 150.000 Nächtigungen pro Jahr. Das ist eine Auslastung von 110 Nächten pro Bett im Schnitt. Natürlich gibt es auch Betriebe, die dies übertreffen, aber mehr ist in der Realität nicht machbar, nur durch weitere Investitionen. Die Senkung der Mehrwertsteuer gehen direkt in weitere Tourismusinvestitionen“, betont Strommer ebenfalls die Maßnahmen der Bundesregierung. „Durch konkrete Maßnahmen muss es möglich sein, das Burgenland zu einem Ganzjahres-Tourismusziel zu etablieren“, so Steiner und Strommer unisono.

[1] Quelle: Statistik Austria, Beherbergungsstatistik, Stand 08/2018, Seite 2,4 und 6

 

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