Spatenstich Infopoint Moschendorf

Moschendorf, 29. 8. 2018

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Weinmuseum Moschendorf wird zur touristischen Drehscheibe in der Weinidylle Südburgenland

Interreg-Projekt: Touristische Nutzung soll Erhaltung der Kellerstöckl in der Weinidylle Südburgenland gewährleisten.

Ein grenzüberschreitendes Interreg-Projekt soll die Erhaltung der kulturhistorisch bedeutenden Kellerstöckl des Südburgenlandes und der angrenzenden Region „Vasi Hegyhát“ durch touristische Nutzung gewährleisten. Ein Zubau bei der Gebietsvinothek Südburgenland im Weinmuseum Moschendorf soll als Koordinationsstelle sowie als Informations- und Buchungszentrale dienen. Am Mittwoch, 29. August 2018, erfolgte in Anwesenheit von Landeshauptmann Hans Niessl, Agrarlandesrätin Verena Dunst, der Obleute des Naturparks in der Weinidylle (als Projektträger) und der Weinidylle Südburgenland sowie von Vertretern von RMB und der Naturpark-Gemeinden der symbolische Spatenstich. Das Projekt ist auf drei Jahre anberaumt. Die Kosten belaufen sich auf rund 984.000 Euro; auf das Burgenland entfallen 593.000 Euro, von denen 85 % von der EU und 15 % von den Naturparken getragen werden. Bestandteil des Projektes ist auch eine Buschenschank-App.

„Ziel dieser Initiative ist es, eine Partnerschaft zwischen den Besitzern der Kellerstöckl, den Weinbauern, bäuerlichen Direktvermarktern, der Gastronomie, insbesondere den Buschenschenken, und allen weiteren touristischen Akteuren und Dienstleistern der Region zu etablieren, damit die Besucher leichter die verschiedenen regionalen Angebote in Anspruch nehmen können und so die Wertschöpfung in der Region nachhaltig gesteigert werden kann“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl. „Das Angebot ‚Wohnen im Weingarten‘ besinnt sich auf die Stärken des kleinen Weinbaugebietes im Südburgenland, nämlich Authentizität, Regionalität, Genuss, Wein- und Kulinarik und entspricht damit den aktuellen Markt- & Nachfragetrends. Und es wird dazu auch eine Buschenschank-App entwickelt“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst.
Mehr als 1.000 idyllische Weinkeller gibt es noch in der burgenländisch-westungarischen Grenzregion – ein reiches kulturelles Erbe, das immer mehr internationale Besucher anzieht. Bis jetzt mangelte es jedoch an einer zeitgemäßen professionellen Aufbereitung (zentrale online Buchbarkeit, Gäste-Checkin, Gästebetreuung, gemeinsame Angebotsgestaltung) und die Einbettung in die bestehenden regionalen touristischen Angebote.

Um die architektonisch interessanten und schützenswerten Kellerstöckl durch touristische Nutzung zu erhalten, haben sich der Naturpark Weinidylle und die angrenzende ungarische Region Vasi Hegyhàt nun an die gemeinsame Vermarktung gemacht. Im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Weinidylle AT-HU 49“ wird als Zu- und Umbau bei der Gebietsvinothek Südburgenland im Weinmuseum Moschendorf eine gemeinsame Informations- und Kontaktstelle errichtet. Diese soll allen Partnern (Kellerstöcklbesitzern, Gastronomen, Winzern, Dienstleistern …) als Anlauf- und Koordinierungsstelle sowie den Gästen der grenzüberschreitenden Weinerlebnisregion als Informations- und Buchungszentrale dienen. Projektträger ist der Naturpark in der Weinidylle, die Projektpartner in Ungarn sind Hegypásztor Kör und Vasi Hegyhat–Rabamente Közhasznu Turisztikai Egyesület.

„Wir wollen ein Gesamtprodukt ‚Weinerlebnis Region‘ entwickeln, das in den einzelnen Kellerstöckeln, aber auch in der ganzen Region inklusive der Wander- Radwege, Museen und der besonderen Plätze spürbar und erlebbar wird“, nennt Bgm. Johann Weber, Obmann des Projektträgers Naturpark in der Weinidylle, als Ziel. Bisher nicht genutzte Kellerstöckl würden so reaktiviert und das Thema „Wohnen in ehemaligen Weinkellern“ modern und zeitgemäß mit klarem Bezug zur Region inszeniert. Mit dem neuen Infopoint sollen alle verfügbaren Leistungen der Region gebündelt und dem Gast aus einer Hand angeboten werden.

Zielgruppe seien laut Tourismusexperten vor allem Genuss- und Erholungsurlauber, welche die Weinangebote, Buschenschenken sowie die Rad-, Wander und Erlebnisangebote des Naturparks konsumieren. Die zunehmende Sehnsucht nach authentischen Urlaubserlebnissen könne bedient werden, wenn das Angebot entsprechende Qualitäten und Anforderungen erfüllt. Die Nachfrage – besonders ausländischer Gäste – im Segment „Ferienwohnungen/-häuser“ steige stetig, dem Burgenland werde in diesem Bereich großes Entwicklungspotenzial zugebilligt.

 

 

 

 

 

 

 

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