Bald ist die Apfelernte voll im Gang

Klostermarienberg, 24. 8. 2018

Äpfel haben im burgenländischen Obstbau eine lange Tradition – im Intensivobstbau aber auch bei den Streuobstwiesen.

lwk

„Nach einer verspäteten Blüte im Frühjahr, beginnt trotzdem die heurige Apfelernte um ca. zwei Wochen früher als üblich. Die Konsumentinnen und Konsumenten dürfen sich 2018 über einen geschmacklich gehaltvollen burgenländischen Apfel freuen“, sagte der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Dipl.-Ing. Niki Berlakovich bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Präsidenten des Bgld. Obstbauverbandes, Ing. Johann Plemenschits am 24. August 2018 in Klostermarienberg.

Im Burgenland gibt es ungefähr 130 Obstbauern, die Äpfel intensiv produzieren. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Kukmirn, im Raum Neuhaus am KIausenbach, in Klostermarienberg, im Gebiet Wiesen-Forchtenstein-Pöttsching sowie im Bezirk Neusiedl am See. Intensiv werden ca. 410 ha Tafeläpfel, extensiv rund 1.000 ha Streuobstwiesen mit Apfelbäumen bewirtschaftet. Die beliebtesten Herbstapfelsorten sind Gala und Elstar. Zu den Haupt-Winterapfelsorten im Burgenland zählen Golden Delicious, Jonagold, Idared, Evelina, Topas, Mutsu und Braeburn. Äpfel sind eine vielseitig verwendbare Obstart. Aus Äpfeln werden hochwertige Säfte, Moste, Essige und auch Edelbrände hergestellt. Der Pro-Kopfverbrauch bei Äpfeln liegt in Österreich bei 14 kg im Jahr.

„Laut Prognose wird für das Jahr 2018 in Europa eine große Apfelernte erwartet. Als Folge muss mit einem überaus starken Preisdruck am Markt gerechnet werden. Burgenländische Apfelproduzenten liefern qualitativ hochwertige Ware. Die Burgenländische Landwirtschaftskammer und der Burgenländische Obstbauverband appellieren daher an die Konsumentinnen und Konsumenten, das Angebot der bäuerlichen Direktvermarktung stärker zu nutzen, aber auch beim Kauf im Supermarkt bewusst heimisches Obst – mit dem AMA-Gütesiegel – zu bevorzugen. Für unsere Obstbaubetriebe ist es wirtschaftlich entscheidend auf faire Preise setzen zu können“, so Berlakovich.

 

Obstbaupräsident Ing. Johann Plemenschits präsentierte im Rahmen des Pressegespräches eine seiner Apfelanlagen in Klostermarienberg, welche durch ein Hagelnetz geschützt wird. Die Anlage ist auch mit einem Bewässerungssystem ausgestattet, das gegen Frost und Trockenheit zu Anwendung kommt. In diesem Zusammenhang macht Plemenschits auf die extremen Witterungsverhältnisse – Spätfröste, Trockenheit, Stürme, Hagel – die uns auch in Zukunft heimsuchen werden, aufmerksam. Johann Plemenschits appelliert daher an die Agrarpolitik eine Förderungsoptimierung für produktions- und qualitätssichernde Maßnahmen im Obstbau anzubieten. Außerdem fordert er eine Vereinfachung von wasserrechtlichen Bewilligungen für die Bewässerung bzw. Frostberegnung.

 

Die Obstbauberater der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Ing. Tibor Vertes (Telefon: 02682/702-655), der auch Geschäftsführer des Burgenländischen Obstbauverbandes ist, und Dipl.-HLFL-Ing. Manfred Gsellmann (Telefon: 03322/42610-23) stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

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