Volkspartei erneuert Forderung nach Karenz für Politikerinnen

Eisenstadt, 21. 8. 2018

Karenz für Politikerinnen – in diese Diskussion kommt jetzt auf Bundesebene Bewegung, nachdem  die Chefin der Politischen Akademie sich dafür stark macht. „Ein großes Hindernis für viele Frauen auf ihrem Weg in die Kommunalpolitik ist die soziale Absicherung. Weibliche Bürgermeister haben kein Recht auf Karenz oder Mutterschutz, wenn sie ein Kind bekommen“, kritisierte Landesparteiobmann Thomas Steiner schon im Frühjahr. Er fordert die Landesregierung auf, jetzt endlich tätig zu werden und das in ihrem Wirkungsbereich in die Wege zu leiten. Schlussendlich gibt es auch bei Landtagen keine Vertretungsregelungen.

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LAbg. Bgm. Mag. Thomas Steiner, ÖVP Landesparteiobmann

 

„Diese fehlende Absicherung macht es vor allem jüngeren Frauen schwer sich für so ein verantwortungsvolles Amt zu entscheiden“, so Steiner. Wenn eine hauptberufliche Bürgermeisterin ein Kind bekommt, hat sie keinen Anspruch auf Mutterschutz, damit entsteht für sie ein finanzielles Problem, führt Steiner aus. „Es gibt zwar die Möglichkeit der Vertretung durch den Vizebürgermeister, doch es braucht eine gesetzliche Vertretung für karenzierte Eltern“, so Steiner. Auch in Landtagen und im Nationalrat gibt es keine Vertretungsregelungen. Das muss sich ändern, so Steiner abschließend.

 

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