Zeitumstellung – Umfrage ernst nehmen

Mattersburg, 16. 8. 2018

Zeit ist relativ. Diese Erkenntnis haben wir Albert Einstein zu verdanken. Und zumindest zweimal im Jahr wird es uns drastisch vor Augen geführt. Am letzten Sonntag im März wird uns wegen der Zeitumstellung eine Stunde weggenommen. Sieben Monate später, am letzten Sonntag im Oktober, bekommen wir sie wieder zurück.

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Die Sommerzeit ist übrigens ein Relikt aus dem 1. Weltkrieg, man hoffte damals, den Energieverbrauch zu senken. Mittlerweile weiß man, dass die Zeitumstellung dem Energieverbrauch herzlich egal ist. Die Uhren wurden in vielen europäischen Ländern trotzdem umgestellt, allerdings nicht immer zum gleichen Zeitpunkt. Die Vereinheitlichung durch die EU beendete zwar die Uhrenverwirrung an den Grenzen und erleichtert die Erstellung internationaler Zug- und Flugpläne. Damit wurden zumindest einige Nachteile der Umstellung beseitigt, wirkliche Vorteile haben sich allerdings trotzdem nicht eingestellt. Und vermutlich wird auch die Online-Umfrage der Kommission — erste Ergebnisse werden heute bekannt gegeben — ein klares Votum für die Abschaffung sein. Die europäische Bevölkerung zeigte sich jedenfalls sehr an der Frage interessiert. Bereits zur Hälfte der Laufzeit der Online-Umfrage wurden mehr als eine Million Antworten registriert. Und — obwohl rechtlich nicht bindend — sollte die Kommission, gerade ein Jahr vor der EU-Wahl, diese Willensbekundung der Bürger ernst nehmen.

Neues Volksblatt: „Ernst nehmen“ (von Herbert SCHICHO)

Die Umfrage lief bis zum 16. August 2018 um 23 Uhr. Dann lief eine Online-Umfrage der EU-Kommission zur Zeitumstellung ab, die auf großes Interesse gestoßen war.

 

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