Bekämpfung von eingeschleppten Pflanzen zu langsam

Eisenstadt, 13. 8. 2018

GRÜNE fordern landesweite Maßnahmen

Seit Jahren fordern die GRÜNEN konkrete Maßnahmen gegen sogenannte Neophyten. Diese eingeschleppten Pflanzen verdrängen nicht nur heimische Pflanzen, sondern tragen auch zu landwirtschaftlichen Schäden bei und führen wie zB. bei Ragweed auch zu gesundheitlichen Problemen.

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Guene
LAbg. Wolfgang Spitzmüller, Grüne

„So erfreulich die Initiative des Landes jetzt ist, so spät und zaghaft ist sie gleichzeitig. So sind sowohl die Bekämpfung von Ragweed, als auch der eingeschleppten Baumarten nur auf regionale Projekte beschränkt,“ kritisiert der GRÜNE Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller. Er befürchtet dadurch in der Folge wesentlich höhere und teurere Maßnahmen in den anderen Landesteilen, wo zur Zeit fast nichts passiert. „Wir sind vor allem was Ragweed betrifft ohnehin bereits sehr spät dran, um diese Pflanze zumindest einzudämmen, los werden wir sie wohl ohnehin nie wieder,“ so Spitzmüller.

Die Pollen von Ragweed sind extrem allergieauslösend und daher für viele AllergikerInnen äußerst Lebensqualität einschränkend. In den Bezirken Oberwart und Neusiedl laufen nun Bekämpfungsmaßnahmen, im Bezirk Güssing zB. breitet sich die Pflanze allerdings auch rasend aus.

Spitzmüller abschließend: „Es ist wie bei der Klimakatastrophe, je mehr Zeit wir uns lassen, desto aufwendiger und teurer wird es in den kommenden Jahren.“ Daher fordern die GRÜNEN Burgenland, raschest eine Ausweitung der Maßnahmen auf das ganze Landesgebiet. Dass die Bekämpfung ohne „chemischer Keule“ stattfinden muss, ist für Spitzmüller eine Selbstverständlichkeit – sonst würde man ja „den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.“

 

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