Klimawandel: Heimische Wälder sind gefährdet

Eisenstadt, 9. 8. 2018

Alternativen werden gesucht

Über 50 % der österreichischen Waldfläche besteht aus Fichten. Neben der Klimaerwärmung setzen die zu geringen Niederschläge, Sturmschäden und der Borkenkäfer unseren Wäldern – in besonderer Weise den Fichtenbäumen – stark zu. Bereits vor 40 Jahren gab es in Österreich Bestrebungen, Alternativen für heimische Waldbäume zu finden, wobei Forstleute schon damals die nordamerikanische Douglasie als Baumart mit Zukunft betrachteten. Der langjährige niederösterreichische Agrarlandesrat Franz Blochberger aus Krumbach in der Buckligen Welt begann vor 35 Jahren damit, Teile seines Waldes mit Douglasien aufzuforsten.

lwk
Katharina Lapin, Präsident Niki Berlakovich, NÖ-Altlandesrat Franz Blockberger, der Bürgermeister von Draßmarkt Anton Wiedenhofer, Generalsekretär Josef Plank und Werner Ruhm

Unlängst lud der NÖ Altlandesrat den Präsidenten der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Dipl.-Ing. Niki Berlakovich und den Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, Dipl.-Ing. Josef Plank in die Bucklige Welt ein, um ihnen den Douglasienbestand in seinem Wald zu präsentieren. Mit dabei waren auch Dipl.-Ing. Dr. Katharina Lapin und Dipl.-Ing. Werner Ruhm vom Bundesforschungszentrum für Wald sowie der Bürgermeister von Draßmarkt, Anton Wiedenhofer. Des Weiteren wurde auch ein Wald mit Douglasien in Draßmarkt im Mittelburgenland besichtigt, der seinerzeit im Rahmen eines Versuchsprogrammes aufgeforstet worden ist.

Präsident Berlakovich und Generalsekretär Plank zeigten sich von den Douglasienbeständen sehr beeindruckt. Nach über 35 Jahren haben die Douglasien die doppelte Höhe und Stärke von heimischen Waldbäumen. Abgerundet wurde die Besichtigungstour mit einem Besuch des Sägewerkes Seidl in Blumau.

 

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