Tag der Paradeiser

Wallern, 7. 8. 2018

Das Burgenland ist das größte Paradeisanbauland in Österreich

„Das Burgenland ist mit über einem Drittel der Produktionsfläche flächenmäßig das größte Paradeisanbauland in Österreich. Laut aktueller agrarstatistischer Erhebung bewirtschaften im Burgenland rund 65 Landwirte eine Paradeiserfläche von ca. 62 ha (in Österreich 179 ha). Die Produktion von 15.550 Tonnen erfolgt unter Glas und Folie, wovon 11.000 Tonnen Rispentomaten sind. 105 Tonnen Paradeiser werden bei uns im Freiland geerntet“, berichtet der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Niki Berlakovich, anlässlich eines Pressegespräches in der Seewinkler Sonnengemüse-Vertriebsgesellschaft in Wallern zum TAG DER PARADEISER, der seit 10 Jahren am 8. August stattfindet. Am Pressegespräch nahmen auch der Obmann der Seewinkler Sonnengemüse-Vertriebsgesellschaft Ing. Michael Unger und Geschäftsführer Ing. Josef Peck sowie die Seminarbäuerinnen Helga Bruckner aus Andau und Sibylle Novak aus Halbturn teil.

lwk

 

Berlakovich: „Paradeiser oder Tomaten sind – so wie der Kürbis – aus botanischer Sicht Beeren. Paradeiser sind auch eng mit Kartoffel und Tabak verwandt. Das Gemüse des Jahres 2018, welches bereits im Frühjahr vorgestellt wurde, ist eine 2in1-Pflanze: Erd2-Tom2 der Aus-der-Erdische. Von einer Pflanze können zwei Gemüsearten geerntet werden. Unter der Erde wachsen die Erdäpfel und an der Erdoberfläche Tomaten. Hier wird die Verwandtschaft von Paradeiser und Erdäpfel deutlich veranschaulicht.

In den europäischen Sortenlisten scheinen über 1.000 Paradeissorten auf, wobei sich die herkömmliche landwirtschaftliche Produktion in Österreich auf rund 25 Sorten beschränkt (weltweit gibt es rund 2.500 Paradeissorten). Zu den bekanntesten Paradeisarten im Burgenland gehören runde Paradeiser, Rispenparadeiser und Cherry-Paradeiser. In der Glashausproduktion erreichen die Tomatenpflanzen eine Länge von bis zu 15 m. Beim Anbau im gewachsenen Boden können die Paradeiswurzeln bis zu 2 m tief in den Boden eindringen. Die Paradeissorten bringen auch zahlreiche Fruchtfarben und -größen hervor. Es gibt die Fruchtfarben rot, rosa, gelb, orange, weiß, grünlich, bräunlich, violett; auch gestreift oder marmoriert. Die kleinsten Sorten wiegen nur 8 g, die größten Paradeissorten kommen auf ein Gewicht von bis zu 1 kg pro Frucht“.

„Paradeiser sind aus der Küche von gesundheitsbewussten Konsumenten nicht wegzudenken. Sie finden am heimischen Speiseplan eine überaus vielfältige Verwendung: Paradeiskraut, Paradeissoße, Tomatensuppe, Tomatensaft, Tomatensalat, Ketchup, Smoothies, Tomaten zu einer Brettljause usw. Unsere Seminarbäuerinnen, wie Helga Bruckner und Sibylle Novak informieren praxisorientiert über den sorgsamen Umgang mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln, wie eben auch Paradeisern, vom Einkauf bis zum Teller. Sie vermitteln auch Wissenswertes über die Produktion von Lebensmitteln. Seminarbäuerinnen sind Lebensmittelbotschafterinnen und tragen wesentlich zu einem nutzbringenden Dialog zwischen Konsumenten und Produzenten bei. Die AMA Marketing stellt das beliebte Fruchtgemüse Paradeiser zu Recht mit einem eigenen Tag in den Mittelpunkt ihrer sommerlichen Werbeaktivitäten, was ich sehr begrüße. Zudem kann garantiert werden, dass die Konsumenten qualitativ hochwertige Paradeiser bekommen, wenn sie beim Einkauf im Lebensmittelhandel Paradeiser aus der Region mit dem AMA-Gütesiegel oder AMA-Biozeichen und damit kontrollierter Ursprungsbezeichnung kaufen. Natürlich bieten unsere Gemüsebauern – neben zahlreichen anderen Gemüsearten – Paradeiser auch in Hofläden und auf Bauernmärkten zum Kauf an.

Für die erfolgreiche Vermarktung der Paradeiser und aller anderen heimischen Gemüsearten kümmern sich sehr professionell die Seewinkler Sonnengemüse-Vertriebsgesellschaft sowie weitere Vermarkter in der Region“, so Berlakovich abschließend.

 

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