GRÜNE Kritik am geplanten MERKUR in Weppersdorf

Weppersdorf, 28. 7. 2018

In Wepperdorf ist eine Merkur-Filiale geplant und zwar auf der vis–a-vis-Seite vom Billa, der ebenso vergrößert werden soll. Die GRÜNEN kritisieren die Zustimmung der Gemeinde und weisen auf die weitere Flächenversiegelung hin. „Die Gemeinde investiert selbst etwa eine halbe Million Euro und schafft damit auch die Grundlage für mehr Verkehr,“ so die Gemeinderätin der GRÜNEN und Unabhängigen, Karin Parapatits.

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Labg. Wolfgang Spitzmüller, Gemeinderätin Karin Parapatits, Sidy-Markt-Betreiber Isidor Kuzmich, Anrainerin Pia Reimitz

Wolfgang Spitzmüller Labg. der GRÜNEN: „Landauf-landab das selbe Bild, immer mehr Verkaufsflächen samt Parkplätzen, ehemalige Wiesen und Äcker werden versiegelt und tragen damit zu weniger Natur und mehr Hochwasserrisiko bei.“ Seit Jahren fordern die GRÜNEN auf Landesebene Maßnahmen gegen die Bodenversiegelung, bisher weitgehend erfolglos. Obwohl v.a. RaumplanerInnen schon lange warnen: Bodenversiegelung vernichtet landwirtschaftliche Flächen für die Nahrungsmittelproduktion, Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Boden als CO2-Puffer, Wasserspeicher,…..

Pia Reimitz, eine Bürgerin aus Markt St. Martin, versucht schon länger selbst aktiv zu werden, Gesprächsbereitschaft gab es für sie kaum – lediglich bei Bürgermeister Zweiler; Vizebürgermeister Degendorfer verweigerte ein Gespräch, Rewe und Raumplanung Eisenstadt waren auf Urlaub, krank, nicht erreichbar… Reimitz: „Die Nahversorger werden dadurch zusperren müssen, der Verkehr wird zunehmen, ein zu Fuß einkaufen gehen wird der Vergangenheit angehören.“ Auch der jetzige Betreiber des Nahversorgers „Sidy-Markt, Isidor Kuzmich in Markt St. Martin ist daher wenig begeistert. „Der Tendenz Großkonzerne statt Nahversorger wird politisch weder auf Landesebene noch auf Gemeindeebene etwas entgegengestellt,“ so Spitzmüller.

Hinter Merkur steht, mit Rewe der selbe Konzern wie beim vorhandenen Billa. Es geht daher wohl auch darum Konkurrenz zu verhindern, ein „Spar“ macht damit dort wenig Sinn.

Spitzmüller: „Es ist auch optisch eine Katastrophe, unsere Dörfer veröden und außerhalb der Orte entstehen hässliche Einkaufswüsten. Wir werden im Landtag wieder und wieder Anträge einbringen um den Irrsinn Bodenversiegelung endlich zu stoppen.“ Zudem besteht die Gefahr, dass der jetzt neu gebaute Supermarkt in 10 Jahren verlassen wird um einen neuen in unmittelbarer Nähe zu bauen. Das ist gängige Praxis und keine Ausnahme, erklärt Spitzmüller.

 

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