Sommerschnitt in Obstanlagen

Eisenstadt, 27. 7. 2018

Die wohl wichtigste Pflegemaßnahme an Obstbäumen stellt der Obstbaumschnitt dar. Man unterscheidet hier zwischen Sommerschnitt und Winterschnitt. Der Sommerschnitt stellt eine ergänzende Maßnahme zum Winterschnitt dar. Der „richtige Schnittzeitpunkt“ im Sommer reguliert den Zuwachs des Baumes und das Ausbilden der Früchte auf sanfte Art. Die Früchte im Bauminnern bekommen dadurch mehr Licht und bilden anschließend eine bessere Farbe aus.

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Der richtige Zeitraum für den Sommerschnitt von Obstbäumen ist Ende Juli bis Ende August, sobald die Endknospen der neuen Triebe voll ausgebildet und deutlich erkennbar sind. So wird kein Neuaustrieb angeregt. Starke, senkrecht nach oben wachsende einjährige Triebe (sogenannte Wasserschosse) werden direkt an der Basis, zugunsten der Triebe, mit flachem Winkel entfernt.

 

Vorteile des Sommerschnittes:

 

  • Das Triebwachstum wird gebremst
  • Verbesserung der Nährstoffversorgung der verbleibenden Blütenknospen
  • Bessere Wundverheilung
  • Bessere Versorgung der verbleibenden Früchte mit Nährstoffen
  • Die Krone wird locker gehalten, die Blätter können rascher abtrocknen (weniger Pilzinfektionsgefahr)

 

Mit zu den Sommerpflegearbeiten gehört das Binden oder Spreizen der Triebe. Durch das Herabbinden werden die Zweige „ruhiger“, das Wachstum geringer und Blütenknospen können sich bilden. Die Triebe sollten bis Ende Juli auf einen Winkel von etwa 30 Grad herabgebunden werden. Die Blütenknospenbildung wird allgemein durch einen guten Ernährungszustand des entsprechenden Triebes gefördert.

 

Für Rückfragen und Beratungsgespräche stehen die Obstbauberater der Burgenländischen Landwirtschaftskammer Ing. Tibor Vertes (Tel. 02682/702-655 oder 0664/4102655) und Dipl.-HLFL-Ing. Manfred Gsellmann, Landw. Bezirksreferat Güssing/Jennersdorf (Tel. 03322/42610 oder 0664/6025930657), gerne zur Verfügung.

 

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