Regierung vor Ort in Mattersburg

Mattersburg, 19. 6. 2018

1,76 Millionen Euro Wohnbauförderungsdarlehen beschlossen

Die Burgenländische Landesregierung hielt heute, Dienstag, eine Sitzung in der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg ab. Wichtige Beschlüsse wurden bei der Wohnbauförderung, der Lehrlingsförderung, der Ferienbetreuung für Kinder sowie der Wirtschaft und der Landwirtschaft getroffen. Am Rande der Regierungssitzung erfolgte die offizielle Amtseinführung von Bezirkshauptmann Mag. Werner Zechmeister.  

spö fpö övp
Landesrat Hans Peter Doskozil, Landesamtsdirektor Mag. Ronald Reiter, Landesrätin Verena Dunst, Bezirkshauptmann Mag. Werner Zechmeister, Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, Landtagspräsident Christian Illedits und Landesrat MMag. Alexander Petschnig

Nicht weniger als 79 Tagesordnungspunkte standen am Programm und wurden in der Regierungssitzung beschlossen. Einer der Schwerpunkte war einmal mehr die Wohnbauförderung, konkret Förderungen für den Einfamilienhaus-Neubau, für die Sanierungen sowie für den Althausankauf. In Summe beschloss die Landesregierung Darlehensbewilligungen über 1,765 Millionen Euro (Neubau 1.154.978 Euro, Sanierung 261.982 Euro, Althausankauf 348.180).

Beim Bereich Familie stand die Förderung der Ferienbetreuung auf der Tagesordnung. Das Förderangebot gilt für Gemeinden, Vereine oder Organisationen, die eine Ferienbetreuung für Kinder anbieten. Jährlich beantragen rund 60 Gemeinden und Vereine Ferienbetreuungsförderung (Informationen dazu beim Familienreferat unter 057/600/2523 oder auf www.familienland-bgld.at.) Die Regierung beschloss die Freigabe der Mittel für die Ferienbetreuung.

Beschlüsse gab es auch bei der Wirtschaft und der Landwirtschaft. So wurde der Lehrlingsförderungszuschuss genehmigt. Schwerpunkt waren auch Investitionen in die landwirtschaftliche Erzeugung im Rahmen des Programmes für ländliche Entwicklung 2014-2020 sowie Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit (EFRE).

Ein weiterer Schwerpunkt betraf Beschlüsse für Investitionen in die Infrastruktur.

„Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst“, betonten Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz unisono, die auch die Wichtigkeit der Regierungssitzungen vor Ort als positives Signal für die Bevölkerung hervorhoben: „Damit zeigen wir eine Bürgernähe, die ihresgleichen sucht“. Einige Tagesordnungspunkte hätten auch die Feuerwehr betroffen, informierte Tschürtz.

Amtseinführung von Bezirkshauptmann Mag. Werner Zechmeister
Zechmeister wurde mit Wirksamkeit vom 15. Februar 2018 mit der Leitung der Bezirksbehörde betraut. Im Rahmen der Regierungssitzung erfolgte nun die offizielle Amtseinführung. „Mag. Werner Zechmeister ist mit den Aufgaben und Erfordernissen in der Verwaltung bestens vertraut. Im Verfassungsdienst des Landes, aber auch bei seinen Tätigkeiten im Bundeskanzleramt, hat er seine Aufgaben hervorragend erfüllt. Und auch die nicht immer einfachen Agenden als Burgenländischer Landesumweltanwalt hat er stets mit Bravour gemeistert. Es ist wichtig, dass an der Spitze eine Person steht, die kompetent und erfahren und zugleich integrativ tätig ist. Ich bin davon überzeugt, dass Werner Zechmeister alle persönlichen und beruflichen Voraussetzungen für einen sehr guten Bezirkshauptmann mitbringt und den Herausforderungen der BH Mattersburg – als eine der größten des Landes – erfolgreich begegnen wird“, so Niessl. Der Landeshauptmann hob auch die hervorragende Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BH Mattersburg hervor.


ÖVP Sagartz zu Regierungssitzung vor Ort:
„Taten und nicht schöne Worte helfen den Regionen“

Wieder einmal hält die Landesregierung eine Sitzung vor Ort – dieses Mal in Mattersburg – ab. „Sitzungen in anderen Städten zu machen und damit Bürgernähe zu heucheln, wird nicht reichen“, kritisiert Klubobmann Christian Sagartz. „Um den ländlichen Regionen wirklich zu helfen, müssten Landesstellen der Verwaltung in die Bezirke verlagert werden.“

Außer viel „heiße Luft“ hat Rot-Blau keine spürbaren Akzente in die Stärkung ländlicher Regionen gesetzt. „Die Landesregierung glänzt nur mit medialen Auftritten – wie heute bei der Regierungssitzung in Mattersburg“, kritisiert Sagartz und ergänzt: „Wenn Nießl es ernst meint, dann braucht es keinen medialen Rummel, sondern endlich Taten für die ländlichen Regionen. Anstatt Regierungssitzungen in Bezirkshauptmannschaften abzuhalten, die unnötig mehr Bürokratie bringen, wäre es sinnvoller, Landesstellen von Eisenstadt und somit Arbeitsplätze und Kompetenzen in die Regionen zu verlegen.“

Share Button

Related posts