Agrarreferenten Konferenz in Stegersbach

Stegersbach, 15. 6. 2018

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Gemeinsamer Einsatz für eine kleinstrukturierte Landwirtschaft

Grundsatzbeschluss zur Einführung einer bundesweiten Tierseuchenversicherung

Der Erhalt der regionalen, kleinstrukturierten Landwirtschaft und eine bundesweite Tierseuchenversicherung waren die zentralen Themen der 2-tägigen AgrarreferentInnen-Konferenz in Stegersbach. „Kein anderes Bundesland ist vom Strukturwandel in der Landwirtschaft so stark betroffen wie das Burgenland. Von 8.500 landwirtschaftlichen Produzenten sind nur mehr rund 2.000 hauptberuflich tätig. Der Beschluss der Bundesländer, in der Agrarpolitik an einem Strang zu ziehen und sich für die kleinstrukturiere Landwirtschaft stark zu machen, war einer der Hauptpunkte der Konferenz“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst im Anschluss an die Konferenz.

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Landeshauptfrau-Stv. Dr. Stephan Pernkopf (Niederösterreich), Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger (2 Steiermark), Landesrat Martin Gruber (Kärnten), Landesrätin Verena Dunst, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Landeshauptmann-Stellvertreter ÖR Josef Geisler (Tirol), Landesrat Dipl.-Ing. Dr. Josef Schwaiger (Salzburg), Landesrat Christian Gantner (Vorarlberg)

Zum Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe einigten sich die Bundesländer auf eine Grundsatzerklärung. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die vom Burgenland geleitet und koordiniert wird. „Die Bundesländer sind sich einig, die Agrarpolitik in Abstimmung mit dem Bund mitzugestalten. Diese gemeinsame Linie soll dann in Brüssel vertreten werden. Wir haben auch an Bundesministerin Köstinger appelliert, sich in der EU dafür einzusetzen, die Qualität von Produkten auch künftig einsprechend zu berücksichtigen. Die Lebensmittelqualität ist im vorliegende Entwurf für ELER 21-27 bis jetzt nicht berücksichtigt. Wir stehen hier aber erst am Beginn der Gespräche“, so Dunst.“
Zentrale Forderung an die künftige Agrarpolitik in der EU sei auch der Abbau der Bürokratie in der Landwirtschaft. „Das Antragswesen ist zu bürokratisch und zu aufwendig. Das hat zur Folge, dass sich oft gerade kleinen Landwirte erst gar nicht um Förderungen ansuchen“, so Dunst.

Einig sind sich die Bundesländer darin, eine bundesweite Tierseuchenversicherung einzuführen. „Leider werden Tierseuchen zunehmend zu einem Problem und stehen vor der europäischen Haustür. Das sehen alle Bundesländer so und haben einen Beschluss zur Einrichtung einer umfassenden Tierseuchenversicherung gefasst“, erklärt Dunst. Geht es nach dem Willen der Ländern, soll diese Versicherung nach dem Modell der Hagelversicherung gestaltet sein, wo 50 Prozent der Prämie der Landwirt bezahlt, je 25 Prozent übernehmen Land und Bund. Hier seien aber noch Gespräche auf Bundesebene zu führen, so Dunst.

Alle neuen Bundesländer unterstützen auch 2019 die „Grüne Woche“ in Berlin. „Das ist das größte Agrar-Event. Das Burgenland wird dort mit vielen Produkten vertreten sein“, kündigt Dunst an.

 

 

 

 

 

 

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