Burgenland im Blickpunkt bei Wirtschaftskonferenz in China

China, 13. 6. 2018

Vertreter der burgenländischen Wirtschaft knüpfen erfolgversprechende Kontakte auf Wirtschaftskonferenz in Millionenmetropole Jieyang

Nach dem Besuch der Polytechnischen Universität Hongkong, mit der eine vertiefte Zusammenarbeit vereinbart wurde, stand die Teilnahme an der 4. Europäisch-Chinesischen Mittelstandskonferenz in der Millionenmetropole Jieyang auf dem Programm der burgenländischen Wirtschafts- und Tourismusdelegation auf ihrer Arbeitsreise in China.

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Vertiefende Zusammenarbeit mit der „Hongkong Polytechnic University“ vereinbart. V.l.: Professoren der PolyU, Kulturrat Mag. Arnold Obermayr (3.v.l.), DI Marcus Keding, Geschäftsführer der Forschung Burgenland, LR MMag. Alexander Petschnig, Prof. Alex Wai, Vizepräsident der PolyU, LH Hans Niessl, LT-Präs. Christian Illedits, stv. Generalkonsul Michael Kratzer, Vertreter der PolyU

Erste wichtige Station war der Besuch der „Hongkong Polytechnic University“, die einen ausgezeichneten Ruf im Bereich der Forschung genießt. Landeshauptmann Hans Niessl unterstrich in seiner Präsentation die Vorreiterrolle des Burgenlandes bei der Nutzung von Windkraft, mit der bereits 150 % der im Burgenland benötigten Energie gewonnen würden. Als Ergebnis der Gespräche von Niessl, Wirtschaftslandesrat MMag. Alexander Petschnig und DI Marcus Keding, Geschäftsführer der Forschung Burgenland, mit Prof. Alex Wai, Vizepräsident der PolyU, und weiteren Vertretern der Universität wurde die Vertiefung der bereits in der Vergangenheit bei einigen Projekten erfolgten Zusammenarbeit zwischen der Forschung Burgenland und der „Hongkong Polytechnic University“ vereinbart.

Einen herzlichen Empfang durch die stellvertretende Oberbürgermeisterin Yao Lixuan gab es bei der Ankunft der burgenländischen Delegation in der Millionenmetropole Jieyang, wo Niessl, Petschnig und die Vertreter der burgenländischen Wirtschaft und Weinwirtschaft an der 4. Europäisch-Chinesischen Mittelstandskonferenz teilnahmen. Die Region rund um Jieyang und Shenzhen, auch „Perlflussdelta“ genannt, ist eine der dynamischsten und wirtschaftsmächtigsten Regionen Chinas. Mehr als 40 % der in China 2016 beantragten Patente kamen aus dieser Region, rund 10 % des chinesischen BIPs werden dort erwirtschaftet, derzeit investiert Jieyang enorm in den Ausbau der Windkraft.

Niessl und ein Teil der Delegation wurden von Bürgermeister Ye Niuping begrüßt, anschließend fand die Eröffnung der Mittelstandskonferenz statt. Im besonderen Fokus steht dabei Umwelttechnologie; die Konferenz dient dem Aufbau von Kontakten zwischen Experten, potentiellen Investoren und Unternehmen aus China und europäischen Ländern im Hinblick auf künftige wirtschaftliche Kooperationen.

Niessl präsentierte vor rund 200 Staats-, Industrie- und Handelsvertretern aus China und den europäischen Ländern das Burgenland und seine Strategie im Bereich der Erneuerbaren Energie. Die Vertreter der Wirtschaft und Winzer aus dem Burgenland nutzten die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und zu Gesprächen mit potentiellen Geschäftspartnern aus China. „Die Mittelstandskonferenz ist eine ideale Plattform für Geschäftsanbahnungen für kleine und mittlere Unternehmen. Wir konnten hier sehr gute Gespräche führen, auch unsere Winzer konnten vielversprechende Kontakte knüpfen. Für burgenländische Unternehmen eröffnen sich große Chancen auf diesem riesigen Markt“, zieht Niessl eine positive Bilanz. Auch der Tourismus könnte profitieren, ist Tourismuslandesrat Alexander Petschnig überzeugt: „Das Outlet Center Parndorf ist für Österreich-Besucher aus China ein bekanntes und immer beliebteres Ziel. Das lässt sich mit entsprechenden Marketingmaßnahmen sicher für den burgenländischen Tourismus nutzen“.

Aus dem Perlflussdelta reist die burgenländische Delegation weiter nach Changsha in der Provinz Hunan, mit der das Burgenland seit 1989 eine Partnerschaft verbindet. Gemeinsam mit den Vertretern der burgenländischen Wirtschaft wird Niessl dort an einem Wirtschaftsseminar teilnehmen.

 

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