GRÜNE: 365 Euro-Ticket statt Citymaut machbar

Eisenstadt, 11. 6. 2018

Die GRÜNEN Burgenland unterstützen das Angebot der Wiener Vizebürgermeister Maria Vassilakou, auf die Forderung einer „Citymaut“ zu verzichten, wenn im Gegenzug ein 365-Euro-Jahresticket zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Verkehrsverbund Ostregion umgesetzt wird. Regina Petrik, Landessprecherin im Burgenland, dazu: „Diesen Vorschlag haben wir seitens der GRÜNEN bereits vor zwei Jahren eingebracht. Damals wurde er von den anderen Parteien noch abgetan. Ich freue mich, dass es der grünen Vizebürgermeisterin gelungen ist, diese zum Umdenken zu bewegen.“

grüne

Begonnen hat es im Juni 2016 mit einem gemeinsamen Vorstoß der GRÜNEN von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit dem damaligen Verkehrssprecher der GRÜNEN im Bund und heutigen Bürgermeister von Innsbruck, Georg Willi: Das Arbeiten an einem Jahresticket für die gesamte Ostregion um 365 Euro. (siehe Bild)

Weiter ging es mit einem Antrag der GRÜNEN im burgenländischen Landtag, in dem die Landesregierung aufgefordert wurde, gemeinsam mit den Landesregierungen von Wien und Niederösterreich in Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Ostregion (VOR) zu treten mit dem Ziel, ein 365-Euro-Jahrestickets zur Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, Niederösterreich und Burgenland einzuführen. Damals wurde das Anliegen von den Regierungsfraktionen abgelehnt. Umso mehr freut es Regina Petrik, dass zumindest Landeshauptmann Niessl erste Signale sendet, dass er zu einem Umdenken in dieser Sache bereit wäre. „Leider ist man im Burgenland vielerorts noch immer auf ein Auto angewiesen. Gerade für Pendler verursacht das hohe Kosten. Die CO2-Belastung durch den Verkehr ist auch hinlänglich bekannt. Da es also ökologisch und sozial sinnvoll ist, den Pendlerinnen ein gutes und leistbares Öffi-Netz zu Verfügung zu stellen, ist es höchst an der Zeit, nun endlich ambitionierte Maßnahmen zu setzen. Eine davon ist ein 365-Euro-Ticket für die Ostregion. Der öffentliche Verkehr muss sich für Umwelt und Menschen lohnen.“

Den Kostenaufwand für die Umsetzung schätzen die GRÜNEN auf rund 12 Millionen Euro für das Burgenland. Die Berechnungen dafür beziehen sich auf Auskünfte aus der niederösterreichischen Landesregierung über die Gesamtkosten für so ein Projekt. „Das muss angesichts der großen Erleichterung, die ein 365-Euro-Ticket für die Burgenländerinnen und Burgenländer bedeuten würde, im Verkehrsbudget machbar sein, wenn man die richtigen Prioritäten setzt“, ist sich Petrik sicher.

 

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