Erste Hilfe bei Kindern

Oggau, 8. 6. 2018

Erste Hilfe bei Kindern

– AUFSICHT kann durch nichts ersetzt werden –

Für ein Baby oder Kleinkind kann selbst ein Planschbecken, eine Badewanne oder sogar eine Pfütze zur Todesfalle werden. Eltern unterschätzen häufig die Gefahrensituation und lassen Ihre Kinder unbeaufsichtigt im Wasser plantschen. Dabei kommt es immer wieder zu Badeunfällen bei denen Kinder ertrinken.

Eines sollte Dir immer klar sein: Du darfst Dein Kind oder Baby beim Baden nie aus den Augen lassen! Ganz gleich ob in der Badewanne oder im Schwimmbad. Badeseen solltest Du lieber meiden, zumindest bis die Schwimmkünste Deines Kindes sicher sind, denn der Seegrund ist uneben und auch Algen können Dein Kind gefährden, indem sie sich um die Beine wickeln.

Selbstverständlich kannst Du ab einem gewissen Alter nicht mehr rund um die Uhr bei Deinem Kind sein. Spätestens in der Pubertät geht es seinen eigenen Weg. Daher ist ein frühzeitiger Schwimmkurs Gold wert. Melde Dein Kind rechtzeitig an, denn damit ist schon einmal ein wenig Sicherheit beim Baden gewährleistet.

Erste Hilfe bei Badeunfällen

Kommt es zu einem solchen Notfall, alarmiere sofort die zuständigen Aufsichtspersonen. Im Schwimmbad ist es der Bademeister und am Meer die Strandwache. Rufe zusätzlich die Notrufnummer 112 an. Hole Dein Kind sofort aus dem Wasser, am besten mit Hilfe eines Rettungsringes,Schwimmbrettes oder Ähnlichem. In ihrer Panik können Ertrinkende die Helfer gefährden, indem sie sich festklammern oder um sich schlagen. Du musst also besonders gut aufpassen.

Ist Dein Kind geborgen, kontrolliere das Bewusstsein, die Atmung und den Kreislauf. Du musst diesen Vorgang regelmäßig wiederholen.

  • Wenn Dein Kind bei Bewusstsein ist, versuche es zu beruhigen und keine weitere Panik zu verbreiten.
  • Bewusstlosigkeit: Falls Dein Kind nur bewusstlos ist, musst Du es in die stabile Seitenlage  bringen (beim Baby in die Bauchlage). Dabei ist wichtig, dass der Magen Deines Kindes tief und der Kopf überstreckt oben liegt.
  • Herz-Kreislauf- oder Atemstillstand: In diesem Falle muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen und bis zum Eintreffen des Notarztes fortgesetzt werden.
  • Achtung: Du darfst auf keinen Fall versuchen, das in die Lunge gelangte Wasser herauszupumpen!
  • Wichtig ist, dass Du Dein Kind mit einer Decke oder einer Jacke zudeckst, damit es nicht noch stärker auskühlt.

Gefahr erkannt, aber noch nicht gebannt!

Auch mehrere Stunden nach der Wiederbelebung kann sich die Situation noch verschlechtern. Durch das in die Lunge eingedrungene Wasser besteht bis zu 48 Stunden nach dem Unfall die Gefahr eines Lungenödems.

Solange muss Dein Kind im Krankenhaus überwacht werden!!!!!

 

Tipps für sicheren Badespaß

  1. Lassen Sie Ihr Kind niemals alleine im oder am Wasser, in der Badewanne oder in der Nähe einer Bademöglichkeit wie Pool, Biotop, Teich, Planschbecken oder Wassertonnen – auch wenn es Schwimmhilfen trägt.
  2. Wenn Sie Ihr Kind baden, muss das Ihre gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.
  3. Wenn Sie einen privaten Swimmingpool oder ein Biotop besitzen, sollten Sie es unbedingt einzäunen (Zaun mit eineinhalb Meter Höhe und selbstschließender Tür). Auch andere Wasserbehälter (z. B. Regentonnen) müssen geschützt sein.
  4. Lernen Sie Ihrem Kind schwimmen oder besuchen Sie mit ihm Schwimmkurse. Bedenken Sie dabei: Erst etwa im Alter von zehn Jahren sind Kinder sichere Schwimmer.
  5. Technische Hilfsmittel (Warngeräte und dgl.) können hilfreich sein, jedoch die Aufsicht der Eltern keinesfalls ersetzen!
  6. Absolvieren Sie einen Erste Hilfe-Kurs für Kindernotfälle.
  7. Kinder mit Grunderkrankungen wie Epilepsie oder Autismus gelten als besonders gefährdet und erfordern intensive Aufmerksamkeit.
  8. Für ältere Kinder und Jugendliche gilt, nicht in unbekannte Gewässer zu springen oder zu tauchen, niemanden zu stoßen und sicher zu stellen, dass sich keine weiteren Personen im Sprungbereich befinden.
  9. Alkoholkonsum bei Jugendlichen vergrößert vor allem durch Überschätzung der eigenen Fähigkeiten die Gefahr eines Ertrinkungsunfalls.
  10. Tragen Sie bei allen aufwändigeren Wassersport-Aktivitäten, wie etwa Kanufahren, Rafting oder Wasserski Schutzkleidung – zum Beispiel Schwimmwesten.

 

Viel Spaß beim Schwimmen wünscht euch die Wasserrettung!

 

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