28. Mai: Internationaler Aktionstag für Frauengesundheit

Oberwart, 28. 5. 2018

Am 28. Mai 2018 feierten wir den „Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit“. Weltweit machten zahlreiche Menschen- und Frauenrechtsorganisationen auf die Bedeutung der psychischen und physischen Gesundheit von Frauen aufmerksam, aber auch auf die Gewalt an Frauen und Mädchen.

fbo
Ingrid Fröhlich, Dr.in Verena Seidler, LAbg. Bgm. Georg Rosner, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, Mag.a Magdalena Freißmuth, Renate Holpfer

Frauen und Mädchen sind zum Teil anders von sozialen und gesellschaftlichen Lebenswirklichkeiten sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen als Männer. Armut, Mehrfachbelastungen, problematische Körperbilder, Berufe mit geringerem Ansehen und Einkommen oder Gewalt in der Beziehung beeinträchtigen ihr körperliches und seelisches Wohlergehen. So sind Frauen beispielsweise häufiger von Depression und Angstzuständen betroffen.

Der Gesundheitszustand und der Zugang zu medizinischen und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen werden von Frauen und Männern teilweise auf unterschiedliche Weise erlebt. Auch werden Frauen bei gleichen Symptomen wie Männer oft nicht richtig, nicht gendergerecht behandelt.

Wir freuen uns, dass Frauen- und Mädchengesundheit nun auch im Burgenland verstärkt zum Thema wird. Mit finanzieller Unterstützung vom Frauenreferat und Sozialreferat des Landes vertiefen und erweitern die burgenländischen Frauenberatungsstellen ihre Arbeit im Bereich Frauen- und Mädchengesundheit. Kooperationen mit Ärzt*innen, Therapeut*innen und anderen Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich werden ausgebaut.

Die Stärkung von Frauen und Mädchen in ihrer Selbstfürsorge, in der Wahrnehmung ihres Körpers und ihrer Psyche und deren Reaktionen auf die individuelle Lebenswirklichkeit sind seit jeher Schwerpunkt unserer Arbeit.

Es ist uns sehr wichtig, dass Frauen über den eigenen Körper Bescheid wissen und sich selbst als Expertinnen der eigenen Gesundheit erkennen.

Ein Projektteam des Dachverbandes Burgenländischer Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen will feministische Sichtweisen und frauenspezifische Bedürfnisse verstärkt in die medizinische und therapeutische Arbeit einbringen. Wissen und Erkenntnisse aus Medizin und Therapie werden kontinuierlich in die gesundheitsfördernden Aktivitäten einfließen.

 

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