Gemeinsames Musterprojekt GIS Kanalkataster nun fertig gestellt

Eisenstadt, 30. 5. 2018

Die Medienberichte aber auch die statistischen Zahlen belegen es. Das Geld ist auch in unseren burgenländischen Gemeinden knapp. Aus diesem Grund wird verstärkt nach Lösungen gesucht, um Synergien und Kooperationen nach Möglichkeit zu nutzen. Ein Paradebeispiel wurde im Burgenland umgesetzt und nun fertig gestellt. Der WLV Nördliches Burgenland und der Abwasserverband WV Wulkatal haben in einer interkommunalen Kooperation eng zusammengearbeitet.

wlv
Bgm. Adalbert Endl, DI Dr. Helmut Herlicska, Bgm. Josef Tschida, Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, Bgm. Johann Lotter, Bgm. Günter Schmidt, Hubert Lang, Mag. Nikolaus Sauer

Der Wasserverband (WV) Wulkatal mit seinen 24 Mitgliedsgemeinden und der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland (66 Mitgleidagemeinden) mit seiner Tochtergesellschaft, der WLV GmbH, stellen tragende Säulen der zentralen Daseinsvorsorge und der Grundversorgung in den Gemeinden des Nordburgenlandes dar. Beim Wasserversorger und dem Abwasserentsorger handelt es sich um Gemeindeverbände, welche bereits seit einigen Jahren eine enge Kooperation in unterschiedlichen Bereichen nutzen und pflegen.

 

Alle Straßeneinbauten in einem System

Im Jahr 2010 wurde an dem Großprojekt „Erstellung von digitalen Kanalkatastern“ für Mitgliedsgemeinden begonnen. Dabei wurde im Rahmen einer interkommunalen Kooperation vom WLV und der 100 %-igen Tochter WLV GmbH für den WV Wulkatal die Datenerfassung und die Systemwartung der Abwasserkanalsysteme der Mitgliedsgemeinden in ein zentrales Geografisches Informationssystem (GIS) der Energie Burgenland IT durchgeführt. Somit wurde ein Kanalkataster für den WV Wulkatal erarbeitet. Die Besonderheit dabei ist eine interkommunale Zusammenarbeit, wobei nun die Wasserversorgung (WLV), die Strom- und Gasversorgung (Energie Burgenland), die Telekommunikationsversorgung (kabelplus), die Straßenbeleuchtung und die Abwasserentsorgung in einem gemeinsamen GIS-System eingearbeitet sind.

Es ist nunmehr das Projekt der Ersterfassung des Kanalkatasters abgeschlossen worden. Dabei wurden für 24 Mitgliedsgemeinden, sowie den WV Wulkatal selbst die vorhandenen Anlagen, sowie insbesondere 567.719 Laufmeter Kanäle in das Geographische Informationssystem eingearbeitet, bzw. erfasst.

Mit einer Bauabrechnungssumme von ca. € 3.500.000 kann durchaus vom größten interkommunalen Projekt in der Wasserwirtschaft im Burgenland gesprochen werden. Es wird damit bewiesen, dass Gemeinden, Verbände, Energieversorger, Ziviltechniker und die Wirtschaftsunternehmen, sowie Bundes- und Landesförderstellen engstens zusammenarbeiten können, und somit eine win – win Situation für alle entsteht. Durch eine entsprechende Wartungsvereinbarung ist die Aktualisierung und Ergänzung des Katasters, und somit dessen Werterhalt, auch für die nächsten Jahre gesichert.

 

Die Idee ist zwar keineswegs neu, aber wir beweisen mit Taten wie diese auch effektiv und innovativ umgesetzt wird. Hier kann von einem „best practice“ Projekt im kommunalen Bereich gesprochen werden. Neben dem Mehrwert  durch die professionelle und sparsame Zusammenarbeit ist die institutionelle Absicherung durch die stabilen Verbände und im IT Bereich durch die Energie Burgenland ganz wesentlich. Besonders attraktiv für uns Anwendern in den Gemeinden ist, dass sowohl das Strom-, Gas-, Wasser- und nun auch das Kanalnetz sowie das Kabelnetz der Internetleitungen und die Straßenbeleuchtung in einem System ersichtlich sind.“,so die verantwortlichen Kommunalpolitiker, Obmann Bgm. Ing. Zapfl vom Wasserleitungsverband Nördl. Burgenland  und Obmann Bgm. Johann Lotter vom WV Wulkatal unisono stolz.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Erstellung von weiteren Kanalkatastern auf Basis einer interkommunalen Kooperation derzeit auch für den RHV Neusiedlersee Westufer, sowie die Gemeinden Großhöflein und Nickelsdorf mit dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland mit seiner WLV GmbH erfolgreich umgesetzt wird.

 

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