Burgenländische Naturschutzorgane ein voller Erfolg

Eisenstadt, 30. 5. 2018

Eisenkopf: „Naturschutz gemeinsam mit den Menschen zu gestalten“

Die Naturschutzorgane sind wichtige „Partner“ in der burgenländischen Naturschutzarbeit. Über die Jahre ist die Zahl der aktiven Mitglieder allerdings stark gesunken. Aus diesem Grund startete Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf, gemeinsam mit dem Verein der burgenländischen Naturschutzorgane, ein Relaunch-Projekt. Die Bilanz seit dem Start Anfang 2017 kann sich sehen lassen: Nach 2 Ausbildungskursen haben insgesamt 85 Personen die Prüfung abgelegt und wurden als Naturschutzorgane vereidigt. „Damit sind momentan 208 Naturschutzorgane im Burgenland aktiv, die aus 98 Gemeinden stammen. Ziel ist es in jeder Gemeinde mindestens ein Naturschutzorgan zu haben. Gerade die ehrenamtlichen Naturschutzorgane sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Bürgern und Behörden. Besonders erfreulich ist, dass auch immer mehr junge Menschen, davon viele Frauen, sich entscheiden, den Kurs zu machen“, betont die Landesrätin.

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Naturschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, Dr. Paul Weikovics, Leiter Hauptreferat Natur-, Klima- und Umweltschutz und VBNO-Obmann Mag. Hermann Frühstück mit Daniel Bayer, Josef Birnbaum, Kurt Ciboch, Iris Denk, Rudolf Denk, Nationalpark-Direktor Johannes Ehrenfeldner, Nikolaus Filek, Josef Galdberger, Andrea Grabenhofer, Barbara Kofler, Elisabeth Lauber, Alexander Leiner, Armin Luntzer, Renate Reingrabner, Cornelia Reisner, Denise Reiter, Christian Schmidt, Bernhard Schütz, Wolf Stockinger, Jennifer Tschida, Magdalena Weiler und Bianca Wittmann

Die Zahl der Naturschutzorgane ist aktuell auf Höchststand. Noch nie waren so viele ehrenamtliche Naturschutzorgane im Burgenland aktiv. Erst vergangene Woche sind 40 ehrenamtliche Naturschutzorgane im Rahmen eines Festaktes im Landtagssitzungssaal vereidigt worden. „Die Naturschutzorgane leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung eines nachhaltigen Natur- und Umweltschutzes im Burgenland. Es freut mich, dass das Projekt zur Neuausrichtung des Vereins der Burgenländischen Naturschutzorgane bereits nach so kurzer Zeit so erfolgreich ist“, so Eisenkopf in ihrer Festrede.

Neben Ausbildungskursen wurden im Rahmen des Projektes auch sämtliche Ausbildungsunterlagen sowie das „Handbuch für Naturschutzorgane überarbeitet“ auf den neuesten Stand gebracht und auch das Image des Vereins aufgewertet.

Die ehrenamtlichen und nach Ablegung der Prüfung vereidigten Naturschutzorgane sind in ihrer Tätigkeit den amtlichen Naturschutzorganen gleichgestellt. Das heißt, sie dürfen beispielsweise Personen, die in Verdacht stehen, Verwaltungsübertretungen zu begehen, anhalten oder geschützte Pflanzen und Tiere beschlagnahmen. Weitere Aufgaben sind zudem die Durchführung von Pflegemaßnahmen, die Betreuung von Amphibienzäunen entlang der Straßen sowie die Zusammenarbeit mit BatLife bei der Betreuung von Fledermaus-Quartieren. Der Obmann des Vereins, Hermann Frühstück betont: „Uns ist es wichtig Naturschutz gemeinsam mit den Menschen zu gestalten. Dazu braucht es viel Fingerspitzengefühl und soziale Kompetenzen. Wir wollen weg von dem Image das Naturschutzorgane „die bösen Menschen“ sind, sondern die Menschen für unsere vielfältige Naturlandschaft begeistern und sensibilisieren.
Der Verein der Burgenländischen Naturschutzorgane existiert bereits seit dem Jahr 1992. Aufgrund veränderter Anforderungen und Rahmenbedingungen wollen die Naturschutzorgane verstärkt in der Beratungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit tätig sein, die Zahl der aktiven Mitglieder soll wachsen, die fachlichen Unterlagen sollen aktualisiert werden.

 

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