A3 Verlängerung vor dem Aus?

Eisenstadt, 29. 5. 2018

Grüne
LAbg. Mag. Regina Petrik, Grüne

GRÜNE Burgenland freuen sich über ihren Erfolg, in Bezug auf die Verlängerung der A3 Landesrat Doskozil als Verbündeten zu gewinnen. Im Rahmen der Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Landtagsabgeordneter Regina Petrik sagte Doskozil zu, sich gegen eine Verlängerung stark zu machen, wenn auch nur eine der Anrainergemeinden einen entsprechenden Bürgerentscheid oder Gemeinderatsbeschluss vorlegen würden.

Die Landessprecherin der GRÜNEN, Regina Petrik, freut sich über einen Erfolg in einem wichtigen ökologischen Anliegen in der Verkehrspolitik. Es geht um den Stopp der Verlängerungspläne für die Autobahn A3 bis zur ungarischen Grenze. „Entgegen der früheren Haltung der SPÖ, die alle A3-Stopp-Initiativen der GRÜNEN entschieden zurückwies, scheint Landesrat Doskozil unseren Argumenten Gehör zu schenken“, kommentiert Petrik die Aussagen Doskozils im Rahmen der Anfragebeantwortung.

Einen entsprechenden Antrag, den die GRÜNEN im Herbst 2016 in den Landtag einbrachten und der das Ziel hatte, sämtliche Ausbaupläne der A3 Richtung Ungarn zu stoppen, sowie das Verkehrsprojekt grundsätzlich aus dem Bundesstraßengesetz zu streichen, lehnte die SPÖ damals ab. Seither verstärkten auch die Bürgerinitiative gegen den Ausbau der A3 und die Lärmschutzinitiative Großhöflein/Müllendorf ihre Aktivitäten. Landesrat Doskozil kündigte daraufhin die Einbindung der Anrainergemeinden in die Entscheidung ein. Darauf bezog sich die aktuelle parlamentarische Anfrage von Petrik an Doskozil, wie diese Einbindung denn aussehen werde.

Die grundsätzlich kritische Haltung der GRÜNEN zum Ausbau hochrangiger Straßen im Burgenland fußt auf Fakten, betont Petrik: „Da Autobahnen auf Durchzugsverkehr angelegt sind, stärkt deren Ausbau die Städte und dünnt die Regionen aus. Die Folge für die Anrainergemeinden sind erhöhte Luftverschmutzung und massive Lärmbelastung. Infolge der Lärmbelastung müssten zusätzlich zum Straßenbahn Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden, die ein weiterer Einschnitt in die Landschaft sind und zusätzliche Kosten verursachen. Auch für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit brächten Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs wesentlich mehr als im Straßenbau.“

Die GRÜNEN wollen verhindern, dass das Burgenland zum Transitland zwischen Ungarn und Mittel- bzw. Westeuropa wird. „Das Burgenland lebt von der Lebensqualität im ländlichen Raum und in den burgenländischen Gemeinden. Das für die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region zu schützen, muss auch Grundlage von verkehrspolitischen Entscheidungen sein“, fordert Regina Petrik.

 

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