ÖVP Initiativen im Landtag

Eisenstadt, 28. 5. 2018

Absicherung der Pflege: Volkspartei bringt zwei Anträge ein

övp
LAbg. Mag. Christian Sagartz, BA, Klubobmann

Menschen werden immer älter. Der Pflegebedarf steigt, während das Pflegepersonal weniger wird und das Pflegepotenzial in den Familien sinkt. „Dabei wünschen sich viele Menschen, zu Hause in den eigenen vier Wänden alt zu werden. Um die Pflege und Betreuung von Menschen abzusichern, bringt die Volkspartei zwei Anträge in den Landtag ein“, so ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz.

 Die Pflege von Menschen ist ein zentrales Thema unserer Gesellschaft. Jahr für Jahr steigt der Pflegebedarf. Im Burgenland rechnen Experten bis zum Jahr 2022 mit einem Anstieg von Pflegegeldbeziehern um mehr als 14 Prozent. Aus diesem Grund hat der ÖVP Landtagsklub das Thema „Pflege und die Unterstützung von pflegenden Angehörigen“ zu einem Schwerpunktthema im Jahr 2018 gemacht. „Wir wollen dieses Jahr dazu nutzen, Probleme rund um das Thema ‚Pflege‘ anzusprechen und Lösungen zu präsentieren“, erklärt Christian Sagartz.

Drei Grundsätze stehen dabei im Vordergrund. „Wir haben uns bei unseren Recherchen auf drei Grundsätze festgelegt, die wir im Bereich „Gesundheit & Pflege“ verfolgen“, hält Sagartz fest und zählt diese auf:

 

  • Qualitätssicherung der Pflege

Gerade bei der Pflege und Betreuung von Menschen muss es Qualitätsstandards und eine Festlegung von vergleichbaren Ausbildungen und entsprechenden Leistungsstandards der Länder geben. Menschen haben das Recht, in Würde und mit der entsprechenden Qualität versorgt und gepflegt zu werden.

 

  • Breites Betreuungsangebot

So vielfältig wie unsere Gesellschaft, muss auch das Betreuungsangebot im Pflegebereich sein. Jeder Pflegebedürftige muss bei Bedarf wohnortnah einen entsprechenden Pflegeplatz bekommen. Daher soll es ein breites Angebot an Pflegeeinrichtungen, mobiler Pflege und alternativen Wohn- und Betreuungsformen geben.

 

  • Mehr und bessere Unterstützung für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige leisten Enormes und gehen an ihre Grenzen. Wir brauchen daher ein entsprechendes Angebot zur Entlastung, Stärkung und Beratung von pflegenden Angehörigen.

 

Gütesiegel für 24 Stunden-Betreuung soll Qualität sichern

Betroffene Personen wünschen sich bei Pflegebedarf aber vor allem, zu Hause in den eigenen vier Wänden alt werden zu können. Dabei gibt es bis dato aber keine Garantie auf eine qualitativ hochwertige Betreuung. „Uns ist bewusst, dass wir den Betreuungsbedarf ohne Kräfte aus dem Ausland nicht decken können. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir ein Gütesiegel schaffen, das eine qualitativ hochwertige Betreuung von Angehörigen garantiert“, ist der ÖVP-Klubobmann überzeugt.

Dabei müssen Agenturen, die Betreuerinnen und Betreuer vermitteln, gewisse Qualitätskriterien nachweisen. „Nur so können wir im Burgenland und auch österreichweit garantieren, dass unsere Angehörigen eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Betreuung bekommen“, so Sagartz zum Antrag der Volkspartei.

 

Volkspartei fordert Pflege-Lehrberuf

Der Pflegebedarf steigt, während das Pflegepersonal weniger wird und auch das Pflegepotenzial in den Familien sinkt. „Viele Jugendliche können sich einen sozialen Beruf vorstellen, möchten aber nach Absolvierung der Pflichtschule direkt mit einer nachfolgenden Ausbildung beginnen“, stellt Sagartz fest und fordert: „Wir wollen, dass junge Menschen direkt im Anschluss an die Pflichtschulausbildung mit einer Ausbildung im Pflegebereich beginnen können. Damit können wir es schaffen, die Pflegeausbildung zu attraktivieren und die Pflege abzusichern.“

Ganz besonders wichtig ist, die Jugendlichen schrittweise an diesen sensiblen Bereich heranzuführen. „In den ersten zwei Jahren soll die theoretische Ausbildung im Fokus stehen, danach soll verstärkt mit Praxisbezug unterrichtet werden“, erklärt Sagartz und betont: „Wir bringen im morgigen Landtag einen Antrag dazu ein. Das Land Burgenland soll sich beim Bund für die Schaffung der Ausbildung Pflegelehre nach Vorbild der Schweiz einsetzen.“

 

Wohnbauförderung wird Mittelstandsförderung

In der morgigen Landtagssitzung wird es auch eine „Aktuelle Stunde“ zum Thema „Wohnbauförderung neu“ geben, beantragt von allen Parteien. „Die Wohnbauförderung neu ist ein wichtiger Schritt, damit sich mehr Menschen Eigentum schaffen können. Bei den Verhandlungen hat die Volkspartei darauf geachtet, dass die Einkommensgrenzen und die Kindersteigerungsbeiträge massiv erhöht werden, damit mehr Menschen in den Genuss einer Wohnbauförderung kommen“, betont Sagartz.

Die Volkspartei Burgenland ist auch erfreut über den neuen Stil im Burgenländischen Landtag. „Nachdem wir einen neuen Stil vorgelebt haben, ist dieser auch bei der SPÖ angekommen. In zahlreichen Verhandlungen wurde der beste Kompromiss gefunden. Das zeigt ganz eindeutig, dass dort, wo die Volkspartei eingebunden wird, etwas weitergeht – wie beim Gemeinderechtspaket und der Mindestsicherung“, so Sagartz abschließend.

 

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