Jahresprojekt der PH Burgenland „Einsteins Geistesblitz“

Eisenstadt, 28. 5. 2018

Geistesblitze von SchülerInnen erhellen den Unterrichtsalltag

Wer in diesen Tagen durch die Pädagogische Hochschule Burgenland geht, darf sich nicht wundern, wenn sich sein Weg mit Jules Verne, Leonardo da Vinci, Jane Goodal, Pippi Langstrumpf, Maria Montessori, Galileo Galilei, Louis Braille, Jackson Pollock oder Thomas Alva Edison kreuzt! Am 28. Mai 2018 startet an der Pädagogischen Hochschule Burgenland das Jahresprojekt Einsteins Geistesblitz, von großen Menschen und Ideen, die unsere Welt verändern und kleinen Menschen mit großartigen Gedanken. Ausgehend von diesen faszinierenden Persönlichkeiten haben Studierende des 6. Semesters der PH Burgenland speziell für die 6- bis 10-jährigen SchülerInnen Workshops entworfen. Diese finden am 28. und 29. Mai 2018 sowie am 6. Juni 2018 an der PH Burgenland in Eisenstadt statt. Am 7. Juni 2018 wird das ganze Geistesblitz-Team im Kulturzentrum Oberschützen zu finden sein.

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Doch was verbindet diese Persönlichkeiten? Sie haben durch ihre Geistesblitze und Errungenschaften die Welt verändert, jede auf seine Art und Weise, ob in den Naturwissenschaften, in der Kunst und Literatur oder im Bereich der Pädagogik.

Gemeinsam mit dem Science-Fiction-Schriftsteller zum Mittelpunkt der Erde gelangen und dort seine eigene Fantasiewelt erzeugen, durch außergewöhnliche Malwerkzeuge die künstlerischen Tätigkeiten Jackson Pollocks kennenlernen, gemäß dem Vorbild von Leonardo da Vinci Brücken bauen und das Unmögliche möglich machen, in einer „Film-Werkstatt“ an der Erstellung eines Trickfilms arbeiten, in „Mitmachstationen“ knifflige Aufgaben „à la Pippi Langstrumpf“ lösen und vieles mehr … In den Workshops lernen die SchülerInnen diese Persönlichkeiten und deren „Geistesblitze“ kennen. Sie können aber auch selbst anspruchsvolle Problemstellungen durch kreatives und neugieriges Herangehen und Mittun lösen und somit diese „erhellenden Momente der plötzlichen Erkenntnis“ erleben.

Für alle, die sich in diese Welt der Genialität weiter entführen lassen wollen oder die dieses Jahr nicht an den Projekttagen teilnehmen konnten, haben die Studierenden auch begleitende Online-Materialien entworfen. Diese finden Sie über den Projektlink auf unserer Website www.ph-burgenland.at

Durch die Planung und Durchführung des Jahresprojektes entwickeln Studierende der PH Burgenland wesentliches Know-how im Projektmanagement. Einmalige und neuartige Ideen zu entfalten, an ihrer didaktischen Konkretisierung zu arbeiten und sie schließlich unter Berücksichtigung zeitlicher bzw. räumlicher Gegebenheiten und begrenzter Ressourcen durchzusetzen, gehören zu den Herausforderungen des Alltags von PädagogInnen. Daher ist dieses Projekt, wie Vizerektorin und Initiatorin des Jahresprojekts Inge Strobl-Zuchtriegl betont, ein wesentlicher Baustein der LehrerInnenausbildung an der PH Burgenland im Sinne einer hochqualitativen Professionalisierung. Das Entwerfen didaktischer Materialien im E-Learning Bereich entspricht ebenfalls den innovativen Zielen der PH Burgenland.

An den leuchtenden Augen der Kinder erkennt man gleich, dass das Projektteam mit der Themawahl wieder einmal ins Schwarze getroffen hat. „Aha-Erlebnisse“ erzeugen nicht nur ein Gefühl der Freude. Man weiß auch aus wissenschaftlichen Quellen, dass Lösungen, die mit „Aha-Erlebnissen“ einhergehen, einprägsamer und nachhaltiger gespeichert werden. Ca 2.500 SchülerInnen machen sich an den Projekttagen auf den Weg zu diesen fulminanten Geistesblitzen. Aus Platzgründen konnten nicht alle Nachfragen entgegen genommen werden und mussten auf die Warteliste für das nächste Jahr gesetzt werden.

Programmbeschreibung der Workshops:

Auf den Spuren von Maria Montessori
Um den Wissenserwerb zu erleichtern, wird im Unterricht immer vom Einfachen zum Schwierigen geplant. In dieser Station wird ganz bewusst nicht vom Einfachen, sondern vom ERSTAUNLICHEN ausgegangen. Wie ist die Welt entstanden? Warum und wie mischen sich Stoffe oder eben nicht? Durch Impulse werden die SchülerInnen neugierig gemacht und angeregt, viele Geistesblitze aktiv zu erleben und zu begreifen. Hier werden die Augen der kleinen Gäste zum Leuchten gebracht!

Louis Braille Ich sehe so, wie du nicht siehst
Bei der Erkundung der Umwelt ist der Sehsinn zentral für die Informationsbeschaffung. Doch was passiert, wenn der Sehsinn ausfällt oder nur beschränkt funktioniert? In diesem Workshop wird dieser Frage auf den Grund gegangen. Tasten, Hören, Riechen – Kinder lernen mit allen Sinnen zu „sehen“. Schritt für Schritt schärfen sie ihre anderen Sinne so weit, dass sie am Ende in der Lage sind, mit den Fingern zu lesen. Sie verschaffen sich damit einen kurzen Einblick in die Erfindung der Brailleschrift.

Jules Vernes: Die Welt im Mittelpunkt der Erde
In diesem Workshop tauchen die SchülerInnen in die Welt des Jules Verne ein. Dank seiner überreichen Fantasie führt der Science-Fiction-Schriftsteller und Visionär die Kinder zum Mittelpunkt der Erde. Eine spannende Reise, die in einer Bastelwerkstatt endet, in der die Kinder ihre selbst erfundenen Fantasiewelten aus Alltagsmaterialien gestalten und ihre intuitive Kreativität ausleben können.

Jackson Pollock stand up art action
Weg vom Gewöhnlichen hin zum Außergewöhnlichen. Die Kinder verwenden in der Schule häufig altbewährte, traditionelle Zeichenutensilien. In diesem Workshop werden sie angeregt, über den Tellerrand zu blicken und ungewöhnliche Malwerkzeuge herzustellen.
Diese außergewöhnlichen Malwerkzeuge bieten den Kindern die Möglichkeit, in der Schule oder zu Hause neue kreative Maltechniken auszuprobieren und somit einen eigenen malerischen Geistesblitz zu entfachen. Als konkretes Beispiel für einen solchen Geistesblitz lernen die Kinder die künstlerischen Tätigkeiten Jackson Pollocks kennen, nach dessen Vorbild sie sich austoben können.

Galileo Galilei Weltall – unendliche Weiten?
Ein großer Entdecker, viele Erfindungen und ein Experimentierraum, der das heliozentrische Weltbild für alle verdeutlicht. Eintauchen in die Welt des Galileo Galilei und mit ihm gemeinsam Neues erkunden. Seine Zeit und Erfindungen erfahren, betrachten, anfassen und verstehen. Erfindungen in unsere Zeit übertragen und sich selbst als kleine Entdecker mit vielen Geistesblitzen kennenlernen. Wer herausfinden möchte, was ein Helm und Eis in verschiedenen Formen mit dem tollen Erfinder zu tun haben, der sollte in diesem Workshop vorbeischauen!

Leonardo da Vinci ForscherInnenwerkstatt
Die Schwerkraft überwinden, die Kraft des Wassers bezwingen, Leonardo da Vinci faszinierte alles, was in seiner Zeit unmöglich erschien. In diesem Workshop können SchülerInnen Spiegelschrift entziffern, Brücken bauen, zum Erfinder werden … Anhand einer Aufgabestellung und durch das Bereitstellen von Materialien werden sie gemäß dem Vorbild von Leonardo da Vinci ermutigt, eigene Lösungswege zu finden und das Unmögliche möglich zu machen.

Thomas Alva Edison In der Erfinderfabrik
An sich war Thomas Alva Edison kein echter „Erfinder“, und dennoch sprühte er vor Geistesblitzen. Seine große geniale Errungenschaft war die „Erfinderwerkstätte“, wo er kreative Menschen zusammenholte, um Neues zu erschaffen. In der „Film-Werkstatt“ schlüpfen Kinder in die Rolle eines Filmproduzenten, und arbeiten gemeinsam an der Erstellung eines Trickfilms. Wie einst in den „Erfinderwerkstätten“, soll das Zusammenfügen von vielen kleinen Geistesblitzen zum großartigen und wirkungsvollen Erlebnis führen.

Jane Goodall Die Affen sind los!
Anders als andere WissenschaftlerInnen hat Jane Goodall die Schimpansen erforscht, indem sie viel Zeit mit ihnen verbracht, mit ihnen „gelebt“ und sie in ihrer unmittelbaren Lebenswelt beobachtet hat. Dadurch lernte sie die Schimpansen zu „verstehen“. Durch gezielte Beobachtungsaufträge lernen die Kinder (genau wie Jane Goodall) Leben und Verhalten der Schimpansen zu verstehen, erkennen womöglich Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Schimpansen und erfahren somit auch von der Notwendigkeit Lebensräume zu schützen.

Astrid Lindgren und Pippi Langstrumpf Wir machen uns die Welt widdewidde wie sie Lindgren gefällt
Nachdem ihre Tochter sie um eine Geschichte gebeten hatte, begann Astrid Lindgren von einem kleinen Mädchen mit karottenroten Zöpfen zu erzählen. Pippi Langstrumpf, das stärkste Mädchen der Welt, war „geistesblitzartig“ geboren und veränderte durch ihre Heiterkeit und fantasievollen Einfälle die Welt vieler Kinder.
In „Mitmachstationen“ können Kinder knifflige Aufgaben oder Experimente „à la Pippi Langstrumpf“ lösen, ihre eigenen Fähigkeiten und ihren Mut – angespornt von Pippis übernatürlichen Kräften – erproben, ihre selbsterfundenen Wörter mittels einer Wortmaschine nach Taka-Tuka Land absenden und selbst erleben, wie man mit einem Fototrick die Stärke von Pippi „vortäuschen“ kann. Aha-Erlebnisse sind gesichert!

 

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