Fünf GRÜNE Forderungen für mehr Bienenschutz im Burgenland

Eisenstadt, 23. 5. 2018

Bienensterben, Insektenschwund, Rückgang der Vogelpopulation – Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller macht auf eine gefährliche Kettenreaktion aufmerksam. Die Poltik muss gegensteuern.

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Bienen sichern nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch die Vielfalt auf unserem Teller. Doch intensive Landwirtschaft, Pestizide und Monokulturen gefährden den Lebensraum der Bienen, und damit in weiterer Folge auch den der Menschen.

Bienen sind weltweit – nach Rindern und Schweinen – die drittwichtigste Nutztierart. Sie liefern Honig, aber noch viel wichtiger: Ohne Bienen gibt es so gut wie kein Obst und Gemüse, denn viele Pflanzen, die den Menschen als Nahrungsquelle dienen, brauchen Bienen zur Bestäubung. Auch die UNO hat 2018 zum ersten Mal auf die große Bedeutung der Honigbiene weltweit aufmerksam gemacht.

Bienen stehen 2018 aber auch stellvertretend für viele Insekten, denen immer weniger Lebensraum bleibt. Wird die Bodenversiegelung nicht gestoppt, verschwinden Bodenlebewesen, danach die Insekten, denen sie als Nahrung dienen, und schließlich auch jene Tiere, die sich von Insekten ernähren, wie Vögel, Fledermäuse, Igel und Amphibien.

Besonders betroffen vom Vogelsterben ist das Burgenland. So sind die Feldvogelbestände seit der Jahrtausendwende um die Hälfte geschrumpft. Die Vögel finden wegen der industriellen Nutzung landwirtschaftlicher Flächen praktisch keine Brut- und Nahrungsmöglichkeiten mehr.

„Wir brauchen mehr echte Landwirtschaft statt Agrarindustrie. Boden ist kein nachwachsender Rohstoff. Wir sind Teil eines Kreislaufes, der bei Bodenlebewesen beginnt, über Insekten, Vögel und Säugetiere bis in unsere Nahrungskette reicht. Das Verbot von Neonicotinoiden war ein erster Schritt, ist aber nicht genug. Wir GRÜNE stellen daher fünf konkrete Forderungen an die Burgenländische Landesregierung“, so Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller, der selbst auch Bienenstöcke besitzt.

Die Forderungen der GRÜNEN an die Landesregierung:

  1. Einführung eines Programms „Naturvielfalt in der Gemeinde“ nach dem Vorbild Vorarlbergs.
  2. Maßnahmenpaket gegen die fortschreitende Bodenversiegelung im Burgenland.
  3. Burgenländischer Bioaktionsplan mit dem Ziel der Verdoppelung der Biobetriebe bis 2025
  4. Strengere Auflagen für mit dem Siegel „Ökologische Gemeinde“ ausgezeichnete Gemeinden, denn bisher sind das alle Gemeinden, die lediglich auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verzichten.
  5. Eine Burgenländischen Forschungsförderung zur Bekämpfung der Varroamilben, die den Bienen zusetzen.

 

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