Das Militärkommando Burgenland bekommt wieder eine Pionierkompanie für die Katastrophenhilfe

Eisenstadt, 22. 5. 2018

Verteidigungsminister Mario Kunasek hat, am 08.05.2018, im Rahmen der Ministerweisung 258/2018 die Vorgaben für die künftige Struktur des Österreichischen Bundesheeres erteilt. Ziel ist, die Stärkung der Truppe, Verschlankung der Führungs- und Verwaltungsstrukturen und die Verminderung der Anzahl der Dienstbehörden.

bh

Die Reform „Landesverteidigung 21.1“ (LV 21.1) des damaligen Bundesminister Mag. Hans Peter DOSKOZIL war bereits Anfang des Jahres gestoppt worden und wird jetzt endgültig nicht mehr weiterverfolgt. Den vorliegenden Informationen zufolge, sollen die Militärkommanden die dabei erhaltenen Jägerbataillone wieder an die Brigaden abgeben. Im Gegenzug erhalten die Militärkommanden je eine präsente Pionierkompanie zugeordnet, um besser für regionale Assistenzeinsätze zur Katastrophenhilfe gewappnet sein.

Für konkrete und endgültige Ableitungen für das Burgenland müssen erst die Beurteilung des Generalstabes bzw. der Landstreitkräfte abgewartet werden. Die Militärmusik, die im Zuge von LV 21.1 gestärkt wurde, ist jedenfalls nicht Gegenstand der Ministerweisung. Auch die Auswirkungen auf den weiteren Aufbau von Kaderpräsenzeinheiten beim Jägerbataillon 19 in Güssing, in militärischer Hinsicht aber auch in der Rolle als größter regionaler Arbeitgeber, werden abzuwarten sein.

 

Seitens des Militärkommandos Burgenland wird jedenfalls die beabsichtigte Neuaufstellung dieser Pionierkompanie, welche zur effizienten Auftragserfüllung noch mit dem entsprechenden Fahrzeugen und Pioniergerät auszustatten ist, begrüßt. Gemeinsam mit der erst kürzlich aufgestellten Jägerkompanie in Eisenstadt könnten damit, erstmals nach Jahren, alle burgenländischen Grundwehrdiener wohnsitznahe ausgebildet werden, ohne wie früher in niederösterreichische Kasernen „auspendeln“ zu müssen.

„Ein wohnsitznahes Ausbildungsangebot des Österreichischen Bundesheeres ist ein ganz wichtiger Faktor für den Wehrpflichtigen bei seiner Entscheidung für oder gegen den Wehrdienst“, sagt Militärkommandant Brigadier Gernot Gasser. Für die neue Pionierkompanie wäre die Benedek-Kaserne in Bruckneudorf, mit seinen exzellenten Ausbildungsanlagen und der Synergie mit dem dort bestehenden Institut Pionier der Heerestruppenschule, der ideale Standort. Erst kürzlich wurde diese vom Ministerrat als „Sicherheitsinsel“ festgelegt und gewinnt dadurch zusätzlich an Bedeutung.

Um die zukünftige Generation von Kadersoldaten macht man sich beim Militärkommando Burgenland jedenfalls keine Sorgen. Rund 50 junge Kaderanwärter aus dem Burgenland befinden sich aktuell in der Unteroffiziersausbildung und schließen diese in den nächsten Monaten ab. Genug „militärischer Nachwuchs“ also um die geplanten neuen Strukturen auch personell zu befüllen und rasch einsatzfähig zu machen.

 

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